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München - Wer hat an den ersten neun Spieltagen in den einzelnen Clubs überzeugt? bundesliga.de stellt den bislang wertvollsten Spieler jedes Vereins vor.

Bei den Mannschaften auf den Plätzen 10 bis 18 finden sich einige prominente Kandidaten wieder, aber auch mehrere Überraschungen:

Lukas Podolski (1. FC Köln)

Der Kölner war mit sechs Toren und drei Torvorlagen Topscorer des 1. FC Köln und an über der Hälfte der Kölner Saisontore beteiligt (9 von 15).

Podolski gab beim FC aktuell die meisten Torschüsse ab (21), brauchte also im Schnitt nicht einmal vier Torschüsse für ein Tor.

Zuvor brachte er in seiner Karriere nur jeden achten Torschuss im Tor unter - er ist also diese Saison viel effizienter. Nur Podolski erzielte ligaweit bereits drei Kontertore.

Andreas Ottl und Peter Niemeyer (Hertha BSC)

Der Kämpfer und der Stratege im Hertha-Mittelfeld: Niemeyer bestreitet sehr viele Duelle, im Schnitt 25 pro 90 Minuten (Nebenmann Ottl nur 13). Der 27-Jährige setzte sich nach seinem Wechsel zur Hertha im Sommer 2010 auf Anhieb im defensiven Mittelfeld durch und wurde zum Leistungsträger. Er saß bei den Berlinern noch nie auf der Bank, stand immer in der Startelf, wenn er einsatzfähig war.

Ottl gewann gute 57 Prozent seiner Zweikämpfe (in der Vorsaison bei den Bayern kam er nur auf 44 Prozent). Bei Hertha probierte Ottl es bislang am häufigsten aus der Distanz (zehn Mal), dabei nutzte Torun einen seiner Schüsse in Hamburg im Nachsetzen zum Tor.

Mario Mandzukic (VfL Wolfsburg)

Der Wolfsburger Angreifer war als Schütze und Vorbereiter an acht von elf VfL-Toren direkt beteiligt.

Gegen Nürnberg schnürte der 25-Jährige seinen vierten Bundesliga-Doppelpack, er ist aktuell auch Top-Torschütze beim VfL (fünf Saisontore). Er gab auch die meisten Torschüsse beim VfL ab (17).

Er gewann 53 Prozent seiner Zweikämpfe - Ligaspitze unter allen Stürmern. Der Kroate musste mit Abstand die meisten Fouls beim VfL einstecken (24, ligaweit kein Spieler mehr).

Philipp Wollscheid (1. FC Nürnberg)

Nürnbergs junger Innenverteidiger überzeugte in der Vorsaison durch eine ruhige und abgeklärte Spielweise und präsentierte sich sehr zweikampfstark: 68 Prozent gewonnene Duelle waren ligaweit der drittbeste Wert aller Spieler.

Daran schloss er auch diese Saison nahtlos an, setzte sich an den ersten neun Spieltagen sogar in überragenden 75 Prozent der Duelle durch - Ligabestwert. In der Luft gewann Wollscheid sogar 83 Prozent seiner Zweikämpfe. Zudem fing er ligaweit die meisten gegnerischen Zuspiele ab - Wollscheid steht meist schon da, wo der Ball hinkommt. Der 22-Jährige hat - wie schon in der letzten Saison - die meisten Ballkontakte aller Nürnberger (im Schnitt 77 pro Spiel).

Christian Tiffert (1. FC Kaiserlautern)

Der FCK-Kapitän traf zwei Mal, in diesen Spielen gelangen die beiden Saisonsiege der Pfälzer.

Der 29-Jährige übernahm gegen Schalke die Verantwortung, trat erstmals in der Bundesliga zum Strafstoß an und verwandelte.

Tiffert bereitete ligaweit die meisten Torschüsse vor (36). Insgesamt war er an 50 Torschüssen beteiligt - Höchstwert beim FCK.

Außerdem spielt er da, wo er gebraucht wird: Im Mittelfeld diese Saison schon zentral, rechts und links.

Marcel Risse (1. FSV Mainz 05)

Der Mainzer bereitete vier Tore vor - ligaweit nur Ribery mehr (sechs).

Der 21-Jährige war an fünf der zwölf Mainzer Saisontore beteiligt (ein Tor, vier Torvorlagen) - er ist der Topscorer beim FSV.

Risse gab die meisten Torschüsse bei Mainz ab (24, wie Ivanschitz) und bereitete bei Mainz auch die meisten Torschüsse vor (17).

Vom "Joker" zur Stammkraft: Risse stand in allen neun Partien in der Startelf der Mainzer - in der kompletten letzten Saison nur zwölf Mal.

Simon Jentzsch (FC Augsburg)

Augsburgs Keeper parierte überdurchschnittliche 71 Prozent der Torschüsse, die auf sein Gehäuse kamen, darunter einige "Unhaltbare". Keines der 16 Gegentore des FCA ging auf seine Kappe. In zwei der vergangenen drei Partien spielte er zu Null.

Jentzsch ist der älteste Torhüter, der in dieser Saison zum Einsatz kam (bei den Feldspielern ist nur Hannovers Lala älter). 2010/11 kassierte er in 33 Zweitligaspielen nur 26 Gegentore und spielte 14 Mal zu Null (Ligaspitze).

Papiss Demba Cisse (SC Freiburg)

Freiburgs Senegalese liegt mit sieben Treffern auf Platz 3 der Torschützenliste (hinter Gomez und Huntelaar) und traf dabei als einziger Spieler schon vier Mal auswärts. Einzig Gladbachs Reus gab mehr Torschüsse ab als Cisse (35) und zudem hatte der 26-Jährige ligaweit die meisten Großchancen (11).

Cisse erzielte nicht nur sieben Tore selbst, sondern bereitete auch noch zwei weitere vor - damit ist er Topscorer bei Freiburg. Wie sonst nur Gomez brachte Cisse sein Team drei Mal 1:0 in Führung. Er traf wie ebenfalls nur Gomez zwei Mal in der Anfangsviertelstunde, zwei Mal traf er zudem in der Schlussviertelstunde (hier nur Pizarro öfter).

Gökhan Töre (Hamburger SV)

Als einziger Bundesliga-Spieler hat Hamburgs Töre in dieser Saison bereits vier Ecken geschlagen, die ein Tor zur Folge hatten.

Bei den beiden einzigen HSV-Siegen war er jeweils Wegbereiter des Erfolgs: Leitete in Stuttgart und Freiburg mit guten Ecken und Vorlagen jeweils den Sieg ein. Der 19-Jährige ist mit zwei Torvorlagen bester Vorbereiter beim HSV und bereitete auch die meisten Torschüsse vor (19).

Leistung belohnt: Am 9. August 2011 debütierte Töre für die Türkei gegen Estland unter Nationaltrainer Guus Hiddink.



Hier geht's zu Teil 1: von Ribery bis Starke