ANZEIGE

Köln - Mit dem besten Lukas Podolski aller Zeiten zur besten Hinrunde seit mehr als zehn Jahren: Der 1. FC Köln kann mit einem Sieg im Nachholspiel am Dienstag gegen den FSV Mainz 05 (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) bis auf Platz sieben vorrücken.

Die ursprünglich für den 19. November angesetzte Begegnung wegen des Selbstmordversuchs von Schiedsrichter Babak Rafati abgesagt worden. "Wir wollen gegen Mainz nachlegen", sagte der beim 4:0 gegen Freiburg überragende Podolski. Voraussetzung dafür ist eine erneute Galavorstellung des heiß umworbenen "Prinzen", dessen Selbstbewusstsein auf und neben dem Platz keine Grenzen kennt.

"Das wäre eine Super-Hinrunde"

Auf dem grünen Rasen spielt Podolski mit seinen Gegenspielern Katz und Maus, ist torgefährlich (13 Treffer, 5 Vorlagen) und auch ohne Kapitänsbinde der Führungsspieler, der alle mitreißt. Die Mannschaft profitiert von den Leistungen ihrer Nummer 10 und hat mit den bisher geholten 20 Punkten bereits jetzt die beste Hinrunde seit elf Jahren gespielt. "Wir haben die große Chance, Siebter zu werden. Das sollte Ansporn genug sein. Wir hoffen, dass wir mal weniger Wundertüte werden. 23 Punkte wären für Kölner Verhältnisse eine Super-Hinrunde", sagte Torhüter Michael Rensing.

Trainer Solbakken warnt allerdings vor Mainz: "Die Mannschaft ist schwer zu analysieren, der Trainer wechselt oft die Taktik. In den letzten Spielen haben sie ihre beste Phase in dieser Saison gehabt", sagte Solbakken: "Es ist ein großer Unterschied zwischen 20 und 23 Punkten, die Bundesliga ist sehr eng."

Ivanschitz fällt aus

Die Mainzer, die seit vier Spielen ungeschlagen sind, müssen in Köln auf Stürmer Andreas Ivanschitz (Innenbanddehnung im Knie) verzichten. Doppelt bitter für Trainer Thomas Tuchel, der nach dem 0:0 gegen den Hamburger SV lediglich Ivanschitz "die Selbstverständlichkeit im Torabschluss" attestierte.

Dagegen musste sich Eric-Maxim Choupo-Moting wegen seiner Abschlussschwäche einiges an Kritik gefallen lassen. Die "Abschlusstechnik unter Stress" sei bei seiner Mannschaft dringend verbesserungswürdig, sagt Tuchel. Lukas Podolski hat genau damit derzeit überhaupt kein Problem.