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Dortmund - Das Fiasko verhindert, neue Hoffnung geschürt: Der Deutsche Meister Borussia Dortmund hat mit seinem ersten Sieg in den Gruppenspielen der Champions League die Chance aufs Überwintern in Europas Beletage gewahrt.

Nach dem verdienten 1:0 (1:0) am vierten Spieltag gegen Olympiakos Piräus hat der BVB vier Punkte auf dem Konto und verbesserte sich auf den 3. Rang vor den griechischen Meister. Allerdings benötigen die Westfalen einen weiteren Erfolg am 23. November beim FC Arsenal, um das Achtelfinale in Sichtweite zu behalten.

Großkreutz trifft aus der Distanz

Kevin Großkreutz sorgte mit seinem ersten Europacup-Treffer (7.) für die Entscheidung und vor 65.590 Zuschauern im ausverkauften Signal-Iduna-Park gleichzeitig für eine gelungene Revanche für die 1:3-Niederlage zwei Wochen zuvor in der griechischen Hauptstadt.

"Ein bisschen Spielglück ist dabei gewesen. Die letzte Konsequenz hat manchmal gefehlt. Wir haben sehr gut angefangen, dann haben die beiden Sechser das etwas offensiver interpretiert. Aber wir haben verdient gewonnen, das war ein schönes Tor", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp.

Mit Wucht in die Maschen

Das "Endspiel" sah von Beginn an hochmotivierte Borussen, die schon nach drei Minuten den Führungstreffer auf dem Fuß hatten. Doch Großkreutz zirkelte den Ball freistehend aus nur elf Metern nach einem Pass von Mario Götze über das Tor. Besser machte es der Nationalspieler wenig später als er den Ball aus 20 Metern unhaltbar für Olympiakos-Torhüter Balasz Megyeri zum Führungstreffer in die Maschen wuchtete.

Der 38-malige griechische Meister versuchte, aus einer gut gestaffelten Defensive mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Den ersten Torschuss ihrer Mannschaft sahen die mitgereisten Fans in der 15. Minute von Kevin Mirallas, doch BVB-Keeper Roman Weidenfeller parierte ohne Mühe. Im Vergleich zum Auftritt im Hinspiel wirkte die Dortmunder Abwehr wesentlich konzentrierter und im Angriffsspiel durchdachter und torgefährlicher.

Starkes Startelf-Debüt von Leitner

Gegen Ende der ersten Halbzeit hatte sich der Angriffsdruck der Westfalen ein wenig gelegt, denn auch nach dem Gegentor boten sich zunächst nicht die Räume, um weitere große Möglichkeiten herauszuspielen. Erst nach dem Wechsel suchte auch Piräus verstärkt den Weg in die Dortmunder Hälfte. Doch größere Möglichkeiten ergaben sich für die Gäste zunächst nicht.

Im Gegensatz zu den ersten drei Gruppenspielen präsentierte sich der BVB nicht so ungestüm und schien seine Lehren aus den Niederlagen in Marseille (0:3) und Piräus gezogen zu haben. Dass auch die Gäste-Abwehr verwundbar ist, zeigte sich nach einer Stunde, als Robert Lewandowski aus spitzen Winkel nur den Pfosten traf.

Dortmund musste wie erwartet auf Nationalspieler Sven Bender verzichten, der an einer Bänderdehnung und -reizung im Sprunggelenk laboriert. Für ihn stand erstmals von Beginn an in einem Pflichtspiel der 18 Jahre alte Moritz Leitner in der Anfangself des BVB. Der Youngster erfüllte eine Aufgabe nahezu ohne Fehl und Tadel.


Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Leitner (86. Felipe Santana), Kehl - Großkreutz, Götze (66. Kagawa), Perisic (76. Blaszczykowski) - Lewandowski
Olympiakos Piräus: Megyeri - Modesto, Mellberg, Papadopoulos, Marcano (67. Abdoun) - Fejsa (59. Makoun), Orbaiz - Mirallas, Ibagaza (79. Pantelic), Holebas - Djebbour
Schiedsrichter: Vladislav Bezborodov (Russland)
Tor: 1:0 Großkreutz (7.)
Zuschauer: 65.590 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Perisic - Mellberg, Papadopoulos (2), Orbaiz