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München - Die 49. Bundesliga-Spielzeit ist erst zehn Spieltage alt - und schon jetzt gibt es einige Indizien, dass es eine Rekordsaison werden könnte. Noch nie strömten so viele Zuschauer in die Arenen, die Spieler werden immer jünger - und auch sportlich gibt es einige Superlative zu bestaunen. bundesliga.de präsentiert die neuesten Trends in der Bundesliga.

Volle Hütte

Die Fans strömen in die Stadien: Der Zuschauerschnitt liegt aktuell bei über 45.000 - deutlich mehr als jemals zuvor nach zehn Spieltagen. Borussia Dortmund hat in Heimspielen einen sagenhaften Zuschauerschnitt von 80.152 - auch das gab es noch nie an den ersten 10 Runden.

Der Gastgeber ist König

Heimstärke spielt wieder eine größere Rolle als in den vergangenen Jahren: So viele Heimsiege wie in der aktuellen Saison (43) gab es seit acht Jahren nicht mehr nach 10 Spieltagen. Dazu passend: Weniger Gegentore für Heimmannschaften (103) gab es zuletzt vor elf Jahren. Hannover führt derzeit die Heimtabelle an.

Elfmeterflut

So viele Strafstöße wie in der aktuellen Saison gab es seit zwölf Jahren nicht mehr. Schon 30 Mal zeigten die Schiedsrichter auf den Punkt - in der vergangenen Spielzeit waren es zum gleichen Zeitpunkt nur 19 Mal. Mit drei verwandelten Strafstößen ist der Gladbacher Filip Daems derzeit der "Elfer-König".

Das Maß der Dinge

Der FC Bayern hat die zweitbeste Defensive aller Zeiten nach zehn Spieltagen (drei Gegentore. Nur Stuttgarts Defensive stand 2003/04 mit nur einem Gegentreffer noch sicherer. Die Münchner haben zudem die beste Tordifferenz aller Zeiten nach 10 Spieltagen (+23, wie schon in der Saison 2007/08).

Rekordjäger aus München

Die Bayern schossen bis zur 1:2-Niederlage in Hannover unglaubliche 25 Tore am Stück, ohne zwischenzeitlich ein Gegentor zu kassieren - das hatte es in der deutschen Eliteliga nie zuvor gegeben. Zudem blieb Manuel Neuer 770 Minuten am Stück ohne Gegentor - die drittlängste Serie der Bundesliga-Geschichte.

Kopflose Treffer und der "Robben-Effekt"

Die Brechstange ist out - und der Anteil der Kopfballtore so gering wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Das Flügelspiel ist erlahmt - so wenige Flanken wurden seit 1993 nie geschlagen. Bei diversen Mannschaften spielen "Linke" rechts und umgekehrt, um nach innen ziehen und den Torabschluss zu suchen ("Robben-Effekt").

Jugend ist Trumpf

Die eingesetzten Spieler waren im Schnitt 25,7 Jahre alt - so jung wie seit 38 Jahren nicht mehr. Die Keeper sind im Schnitt sogar so jung wie seit 40 Jahren nicht mehr. Der jüngste aktuell eingesetzte Spieler ist Schalkes Julian Draxler (18). Maximilan Arnold ist erst 17 Jahre alt, wartet allerdings noch auf sein Debüt beim VfL Wolfsburg.

Kaum noch Jokertore

Die Joker stechen nicht mehr! Nur 18 Treffer von Einwechselspielern stehen aktuell zu Buche - weniger waren es letztmals vor 21 Jahren. In der vergangenen Saison hatte vor allem Mainz 05 mit "Edeljoker" Sami Allagui Maßstäbe gesetzt.. Jetzt traf der Tunesier bislang erst zwei Mal und wurde auch nur zwei Mal eingewechselt.