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Michael Ballack träumt vom Titel und will bei seiner Rückkehr auf die internationale Bühne den englischen Vizemeister FC Chelsea in das Achtelfinale der Champions League führen - doch Kapitän John Terry warnt vor Übermut.

"Wenn wir so spielen wie beim 1:3 in Rom, dann kommen wir in dieser Saison nicht einmal in die Nähe des Endspiels", sagte der Innenverteidiger vor dem Auswärtsspiel am Mittwoch (20:45 Uhr/live bei Premiere) bei Girondins Bordeaux.

Ballack wohl in der Startelf

Die Niederlage der "Blues" beim AS Rom vor drei Wochen hat die Ausgangslage in der Gruppe A noch einmal spannend gemacht. Zwar liegt Chelsea vor dem 5. Spieltag mit sieben Punkten weiter an der Tabellenspitze, aber auch die Verfolger Rom (6 Punkte), Bordeaux (6) und CFR Cluj (4) haben noch Chancen auf den Einzug in die Runde der letzten 16. "Wir wissen, dass wir in Frankreich unbedingt einen Sieg brauchen", meinte Chelsea-Teammanager Luiz Felipe Scolari.

In Bordeaux wird Scolari im Mittelfeld voraussichtlich wieder auf Nationalmannschaftskapitän Ballack setzen. Am Wochenende beim enttäuschenden 0:0 gegen Newcastle United wurde der 32-Jährige erst acht Minuten vor Schluss eingewechselt, in Bordeaux soll Ballack nach rund sieben Wochen nun sein Comeback in der "Königsklasse" geben. Doch Ballack denkt nach überstandener Fußoperation schon weit über die Gruppenphase hinaus.

"Champions-League-Titel wäre ein Traum"

"Natürlich wäre es ein Traum, im Herbst meiner Karriere den Champions-League-Titel zu holen. Unsere Mannschaft hat ja mit Deco und Bosingwa noch zwei Topspieler dazubekommen, die den Kader qualitativ verstärken. Insofern ist die Mannschaft ja sogar noch stärker geworden", sagte Ballack, der in der vergangenen Saison mit den "Blues" das Finale gegen Manchester United im Elfmeterschießen verloren hatte, in einem "Premiere"-Interview.

Der italienische Meister Inter Mailand verspielte in der Werder-Gruppe B am vorherigen Spieltag mit dem peinlichen 3:3 bei Anorthosis Famagusta eine noch bessere Ausgangsposition, tankte am Wochenende in der Serie A mit dem 1:0-Erfolg gegen Juventus Turin aber reichlich Selbstvertrauen. Das Team von Trainer Jose Mourinho genügt beim Heimspiel gegen Panathinaikos Athen aber dennoch bereits ein Remis, um den Einzug in das Achtelfinale perfekt zu machen.

Duell um Platz1 in Gruppe D

In der Gruppe D kämpfen der FC Liverpool und Atletico Madrid um den Gruppensieg. Beide Teams weisen vor dem vorletzten Gruppenspiel acht Punkte auf, die Verfolger Olympique Marseille und PSV Eindhoven rangieren mit nur drei Zählern deutlich dahinter. Sollten die Reds (gegen Marseille) und Atletico (gegen Eindhoven) ihre Heimspiele gewinnen, sind beide Teams sicher weiter.

Allerdings fürchtet sich Atletico vor dem Geisterspiel gegen die Niederländer im heimischen Stadion. Das 55.000 Zuschauer fassende Stadion Vicente Calderon muss auf Geheiß der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Mittwoch leer bleiben, da es beim 2:1-Sieg von Atletico gegen Olympique Marseille zu rassistischen Beschimpfungen von Gäste-Spielern gekommen war. "Für einen Spieler ist es die größte Strafe, ohne Fans spielen zu müssen. Mir wäre viel lieber, das ganze Stadion wäre voller Gäste-Fans", meinte Atletico-Verteidiger Luis Perea.

Lissabon sagt Barcelona den Kampf an

Völlig entspannt gehen derweil der FC Barcelona und Sporting Lissabon in die abschließenden Spiele der Gruppe C. Sowohl der spanische Renommierclub als auch die Portugiesen sind bereits für die K.o.-Phase qualifiziert.

Allerdings könnte Sporting mit einem Heimsieg im direkten Duell am Mittwoch Barcelona von der Spitze drängen und dann im letzten Spiel den Gruppensieg anpeilen. "Wir haben unser Ziel, den Einzug in das Achtelfinale, schon erreicht. Jetzt wollen wir auch den Gruppensieg", erklärte Lissabons Trainer Paulo Bento.