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Mönchengladbach - Pierre-Emerick Aubameyang bleibt ein Phänomen. Der Torjäger von Borussia Dortmund zeigte beim 3:2-Auswärtssieg des BVB bei Borussia Mönchengladbach eine neue Facette seiner sportlichen Extraklasse. Der 28-Jährige taugt auch als Edeljoker.

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Dortmunds Trainer Thomas Tuchel hatte zuvor mit der Mannschaftsaufstellung für das Duell mit dem Namensvetter aus Mönchengladbach die Experten überrascht. Eigentlich waren alle davon ausgegangen, dass Marco Reus nach seinen ersten beiden Spielen in den vergangenen Tagen nach einer sechswöchigen Verletzungspause im Borussia-Park geschont werden würde. Doch Tuchel wählte eine andere Variante. Er setzte seinen Topstürmer Aubameyang auf die Bank und ließ Reus im Team.

Zurück an der Spitze der Torjägerliste

Der Gabuner saß zum dritten Mal in dieser Saison in einem Bundesliga-Spiel draußen, wurde aber anders als bei den Partien beim SV Darmstadt 98 und SV Werder Bremen im Laufe der Partie noch eingewechselt. Seine Jokerpremiere wird der 27-Jährige so schnell nicht vergessen. Denn nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung in der 57. Minute traf er gekonnt aus spitzem Winkel zum wichtigen 2:2-Ausgleich des BVB.

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Es war sein 27. Tor in dieser Bundesliga-Saison, das ihm wieder die Führung in der Torschützenliste vor Robert Lewandowski (26 Treffer) vom FC Bayern München einbrachte. Seine Dortmunder Mitspieler nahmen die neue Qualität ihres Goalgetters gelassen zur Kenntnis. "Dafür ist er ja auch da", lachte Sven Bender, um dann ernsthaft hinzuzufügen: "Es ist Weltklasse, wenn man sich darauf verlassen kann, dass er gleich seine Kiste macht, wenn er reinkommt."

Job-Sharing nach BVB-Art

Beim Champions-League-Spiel bei AS Monaco am Mittwoch hatte Aubameyangs Einsatz bereits auf der Kippe gestanden. "Er war in Monaco krank, hatte noch am Spieltag Schüttelfrost. Erst um 18 Uhr wurde entschieden, dass er doch spielen kann", klärte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc auf. In Mönchengladbach war nun die Zeit für eine Pause gekommen "Wenn du dann die Spitze mit Marco Reus und ihm aufteilen kannst, sind beide eine überragende Waffe. Marco konnte auch noch keine 90 Minuten gehen."

Das Job-Sharing nach Dortmunder Art funktionierte blendend. Beide Stürmer trafen bei diesem eminent wichtigen Dreier für den BVB. "Die erste Chance, die Auba bekommt, macht er dann", sagte Gonzala Castro anerkennend auf den Torjäger angesprochen. "Daran sieht man, dass er ein Weltklassestürmer ist."

Direkte Torbeteiligung in fünf von sechs Einsätzen

Das Erstaunliche an Afrikas Fußballer des Jahres 2016 ist, dass er trotz seiner vielen Bestmarken in den letzten Spielzeiten immer noch besser wird. Er steigerte in jeder Saison die Anzahl seiner Bundesliga-Treffer von 13 in seiner Premierensaison 2013/14 über 16 auf 25 Tore im Vorjahr. In dieser Spielzeit hat er nun nach dem 30. Spieltag bereits 27 Mal getroffen.

In seinen bislang 124 Bundesliga-Partien kommt Pierre-Emerick Aubameyang nun auf sensationelle 81 Tore und 20 Assists. Bei fünf von sechs Einsätzen ist er also direkt an Toren beteiligt. Auch in Mönchengladbach gab er dem Spiel die entscheidende Wende. "Die Einwechslungen waren sehr gut, sie haben uns noch einmal Kraft gegeben", meinte Torhüter Roman Bürki. "So haben wir das Spiel gedreht. Das gibt einem auch Kraft für die weiteren Aufgaben." Die nächste wartet bereits am kommenden Mittwoch auf die Borussia. Dann gastieren die Westfalen zum Pokalhalbfinale beim Titelverteidiger Bayern München.

Aus Mönchengladbach berichtet Tobias Gonscherowski

Video: Roots - Das sind Aubas Wurzeln