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Curitiba - Algerien ist Gegner von Deutschland im Achtelfinale der WM in Brasilien. Die Nordafrikaner zogen durch ein 1:1 (0:1) gegen Russland bei ihrer vierten Teilnahme erstmals in die K.o.-Runde einer WM ein. Bei ihrem ersten Anlauf 1982 war ihnen das nach dem überraschenden Auftakt-Sieg gegen Deutschland (2:1) nicht vergönnt gewesen, weil es am letzten Gruppenspieltag zwischen Deutschland und Österreich (1:0) zur "Schande von Gijon" kam.

Islam Slimani von Sporting Lissabon schoss die Wüstenfüchse mit seinem Treffer in der 60. Minute ins Glück. Bis dahin waren die Russen durch den frühen Treffer von Alexander Kokorin (6.) auf einem guten Weg, am Montag (22.00 Uhr MESZ) in Porto Alegre auf die deutsche Mannschaft zu treffen. Slimani traf nach einem Freistoß per Kopf, Russlands Torhüter Igor Akinfejew sah dabei nicht gut aus.

Kokorin köpft Russland früh in Führung

Für Russland war vor dem Spiel vor 39.311 Zuschauern in Curitiba ganz klar: ein Sieg war Grundvoraussetzung fürs Weiterkommen. Und in einem insgesamt flotten Spiel in Curitiba gelang den Russen auch ein Start nach Maß. Aus der ersten Torchance enstand gleich das 1: 0, nach einem Flankenlauf von Dimitri Kombarow verwandelte Kokorin die Hereingabe mit dem Kopf.

Es blieb dies lange die einzig gute Chance des Spiels, obwohl gerade die Russen nach den Spielen gegen Südkorea (1:1) und Belgien (0:1) zunächst richtig Betrieb machten. Die Sbornaja führte völlig verdient, die Angriffe versandeten aber auch meist an der Strafraumgrenze. Algerien hielt dagegen, hatte aber Mühe, auf dem arg ramponierten Rasen wie gewohnt sein gutes Passspiel aufziehen.

Slimani lässt Algerien jubeln

Es dauerte eine gute halbe Stunde, ehe die Algerier, die nach der Niederlage gegen Belgien (1:2) gegen Südkorea (4:2) den torreichsten WM-Sieg einer afrikanischen Mannschaft gefeiert hatten, eine gute Gelegenheit besaßen. Den Schuss von Slimani lenkte Akinfejew mit einer starken Parade aber über die Latte (29.). Zuvor hatte Oleg Schatow knapp über das Tor der Wüstenfüchse gezielt (26.).

Algerien hatte zunächst kaum einmal eine Lücke in der gut organisierten russischen Abwehr gefunden - war nun aber besser im Spiel. Das lag auch daran, dass die Sbornaja erst einmal den geordneten Rückzug antrat und die Nordafrikaner kommen ließ. das wäre beinahe schief gegangen, kurz vor Pause aber köpfte erneut Slimani nur in die Arme von Akinfejew (43.).

Russland schien dadurch etwas aufgeschreckt, kam mit mehr Schwung aus der Pause, Algerien gelangen zunächst kaum noch Entlastungsangriffe - ehe dem starken Slimani der Ausgleich gelang in einer Phase, in der die Nordafrikaner etwas stärker wurden. Russland setzte nun alles auf eine Karte, spielte noch offensiver, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Mit dem glücklicheren Ende für Algerien. 

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