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Köln - Noch befinden sich die 18 Clubs intensiv in der Vorbereitung, es geht jedoch in die heiße Phase - der Bundesliga-Start steht vor der Tür! Am 14. August beginnt die 53. Bundesliga-Saison, mit zahlreichen Neuzugängen, welche die 18 Clubs entscheidend verbessern sollen.

Einige Transfers, die den Kader verstärken sollen, haben die Vereine bereits vollzogen.bundesliga.de stellt die entscheidenden Transfers vor und analysiert, wie sie ihren neuen Club besser machen können. Heute: Luc Castaignos von Eintracht Frankfurt.

Frühe Planungssicherheit

Die schwere Verletzung von Top-Torjäger Alex Meier im April war ein Schlüsselmoment der Frankfurter Saison und offenbarte auch die fehlende Tiefe im Kader. Damit sich solch eine Situation nicht wiederholt, hat Sportdirektor Bruno Hübner schon früh auf dem Transfermarkt zugeschlagen und sich die Dienste von Twente Enschedes Angreifer Luc Castaignos gesichert. Der 22-Jährige passt perfekt in das Anforderungsprofil und hat in der niederländischen Ehrendivision bewiesen, dass er Knipsen kann. In 131 Spielen für Enschede und Feyenoord Rotterdam traf er 52 Mal. In der letzten Saison brachte er es auf ordentliche zehn Tore in 29 Einsätzen.

Mehr als nur ein Kopfballungeheuer

Wie wichtig Castaignos für die Eintracht werden kann, hat er in der Vorbereitung und im DFB-Pokal bereits gezeigt. Vier Mal konnte er sich bislang in die Torschützenliste der Hessen eintragen (drei Treffer in Testspielen, einer im Pokal). Und das, obwohl er mit einem Muskelfaserriss knappe zwei Wochen zuschauen musste. Der hochgewachsene Mittelstürmer verfügt nicht nur über eine guten Abschluss, sondern ist auch fußballerisch in der Lage, seine Mitspieler in Szene zu setzen. Mit dem Rücken zum Tor ist er dank seiner Physis eine echte Waffe. Kopfballstark ist er ohnehin.

Armin Veh findet ebenfalls nur lobende Worte für den Neuen und freut sich vor allem über das jetzt schon gut funktionierende Zusammenspiel mit Sturmpartner Haris Seferovic. "Die beiden verstehen sich gut, das kann ein gutes Duo werden: Die passen zusammen“, bemerkte der Coach. Castaignos sieht das ähnlich und fühlt sich im System mit zwei Spitzen bereits pudelwohl. „Ich spiele lieber mit zwei Stürmern vorn als nur mit einem wie in Holland.“

Spannend wird die Konstellation aber erst wirklich, wenn Kapitän Meier wieder an Bord ist. Bis Herbst wird der Torschützenkönig wohl noch fehlen. Zeit genug für Castaignos also, um Coach Armin Veh noch weitere Lobhudeleien zu entlocken.

Von Thomas Ziemann und Tobias Anding