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Köln - Während es für den TSV 1860 München am Samstagmittag gegen den VfL Bochum um den Verbleib in der 2. Bundesliga geht, muss Eintracht Braunschweig beim VfR Aalen die vielleicht letzte Chance im Aufstiegskampf nutzen (beide Spiele ab 12:45 Uhr im Liveticker).

1860 München - VfL Bochum

Nach dem Sieg des FC St. Pauli am Freitagabend sind die Münchner Löwen auf Relegationsplatz 16 abgerutscht. "Wir müssen das Glück erzwingen. Es zählt nur das Ergebnis", verdeutlichte Trainer Torsten Fröhling. Die Woche über führten Fröhling und sein Team intensive Gespräche. "Wir haben nochmals die Bedeutung der letzten sechs Spiele hervorgehoben", erzählt der 48-Jährige. Den Spielern verdeutlichte er nochmals, "dass es um ihre Existenz und vor allen die des Vereins geht. Sie müssen mit dem Druck klar kommen." Andererseits hätten sie die Chance, so sein Hinweis, "die Situation selbst zu bereinigen. Sie können ihr Adrenalin - im Gegensatz zu uns Trainern - auf dem Platz abbauen, indem sie richtig Gast geben."

Die jüngere Statistik (Vorschau-Fakten) macht 1860 durchaus Mut: Die letzten drei Spiele gegen den VfL wurden gewonnen, davor hatte es für die Löwen eine Negativserie von zehn Pflichtspielen ohne Sieg gegen den VfL gegeben.

Bochum - aktuell auf Platz 10 - kann die Saison ohne Druck ausklingen lassen und den Fokus auf die künftige Personalplanung legen. "Es geht um die Entwicklung der Mannschaft. Wir haben jetzt noch sechs Spiele. In denen kann man auch gucken, wer für die neue Saison in Frage kommt und wer nicht", sagte Trainer Gertjan Verbeek: "Eine Bilanz kann man diesen letzten Spielen ziehen. Wir hatten einige Spiele, die gut waren. Meine Ziele habe ich bei meinem Antritt deutlich gesagt. Wir haben seitdem viele Tore gemacht, aber auch immer noch viele Gegentreffer bekommen. Wir dürfen noch nicht zufrieden sein."

VfR Aalen - Eintracht Braunschweig

Torsten Lieberknecht ist mit der Stimmung innerhalb seiner Mannschaft zufrieden. "Der ein oder andere liebäugelt und schielt, aber das musst du dann eben auch nachweisen. Bisher konnten die Jungs ihren Worten auch immer Taten folgen lassen", sagte der Eintracht-Trainer - und warnte vor Aalen: "Es ist nichts Neues, wenn ich sage, dass gerade diese Mannschaften sehr schwierig zu bespielen sind. Der VfR Aalen ist grundsätzlich ein Verein, der nie aufgibt." Die Mannschaft von der Ostalb rangiert zwar nach dem Zwei-Punkte-Abzug am Tabellenende, blieb allerdings zuletzt fünf Spiele in Folge ungeschlagen (Vorschau-Fakten).

Nach zuletzt drei Unentschieden in Folge will Aalen wieder einen Sieg einfahren. "Unser Trend ist sehr positiv, gerade in den Heimspielen haben wir in dieser Saison meist sehr gut ausgesehen. Das wollen wir gegen die Eintracht fortsetzen und drei Punkte holen", sagte Trainer Stefan Ruthenbeck: "Im Training war richtig viel Dampf drin, da hat alles gepasst. So muss es im Kampf um den Klassenerhalt auch sein."