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Nürnberg - Alessandro Schöpf wechselte vor dieser Saison von der zweiten Mannschaft des FC Bayern München zum 1. FC Nürnberg. Bei den Franken hat er sich auf Anhieb als Stammspieler etabliert. Im Interview mit der Homepage des 1. FC Nürnberg spricht der Österreicher über seine Entwicklung, seine persönlichen Ziele, die des Clubs und über die kommenden Aufgaben.

Frage: Nach 24 Spieltagen liegt der Club auf Platz 8 (Tabelle). Wie bewerten Sie den bisherigen Saisonverlauf?

Schöpf: Wir sind schwer in die Saison reingekommen, keine Frage. In den letzten Wochen hat man aber gesehen, dass wir uns stabilisiert haben. Klar kann man sagen, dass wir jetzt wieder einen Rückschlag erlebt haben gegen Heidenheim. Aber man muss dann neben dem Ergebnis schon auch das Spiel und die Leistung betrachten. Und wenn man das tut, sieht man, dass wir eigentlich im kompletten Spiel keine echte Torchance zugelassen haben. Sicherlich hat uns auch die Durchschlagskraft nach vorne ein wenig gefehlt, das muss noch besser werden. Aber wenn man unsere Entwicklung der letzten Zeit beobachtet, sieht man schon, dass wir auf einem guten Weg sind. Und den wollen wir weiter gehen.

"Das war schon ein geiles Spiel"

Frage:Herr Schöpf, am Samstag geht es jetzt auf den Betzenberg zum 1. FC Kaiserslautern (Vorschau). Was ist drin?

Schöpf: Natürlich wollen wir dort etwas mitnehmen. Es geht auch darum, dass wir die Entwicklung bestätigen können, die ich angesprochen habe. Dass man sieht, dass wir uns stabilisiert haben. Gerade am Betzenberg kann man das zeigen. Wenn jeder sein Potenzial abruft und an die Grenzen geht, können wir dort auch drei Punkte mitnehmen.

Frage: Sie haben gute Erinnerungen an den FCK. Im Hinspiel haben Sie zwei Tore gemacht.

Schöpf: Das war schon ein geiles Spiel. Es war sicherlich eines meiner bisherigen Highlights im Club-Trikot (Spielbericht). Und mit den Bayern habe ich mein erstes Spiel für die Profis gegen Kaiserslautern gemacht. Das war damals ein Testspiel am Betzenberg, bei dem auch über 30.000 Zuschauer da waren. Da war eine ganz besondere Atmosphäre, auf die ich mich auch jetzt wieder freue.

Frage: Sie haben am vergangenen Sonntag deinen noch laufenden Vertrag beim Club vorzeitig verlängert. Warum haben Sie sich dazu entschieden?

Alessandro Schöpf: Das ist ganz einfach zu beantworten: Weil ich mich hier rundum wohl fühle. Das ganze Umfeld passt, in der Mannschaft stimmt es. Wir haben ein junges Team, das sich verbessern will und einen Trainer, der uns weiterbringt. Er fördert und fordert uns, das ist mir wichtig. Ich habe gemerkt, dass es für mich sinnvoll ist, auch künftig mit den Leuten zusammen zu arbeiten, mit denen ich momentan zusammen arbeite.

"Ich will mich weiter verbessern"

Frage: Bei einer Vertragsverlängerung geht es auch immer um die Perspektive und die gemeinsamen Ziele. Wie blicken Sie in die Zukunft?

Schöpf: Ich muss ehrlich sagen: Für mich gilt aktuell, dass ich nur von Spiel zu Spiel schaue. Das klingt zwar abgedroschen, aber ich habe gemerkt, dass ich damit am besten fahre. Ganz grundsätzlich will man natürlich irgendwann aufsteigen, und letztlich auch so schnell wie möglich. Das ist doch ganz klar. Wenn es anders wäre, würde man als Sportler doch auch etwas falsch machen.

Frage: Durch Ihren Wechsel nach Nürnberg haben Sie im Sommer den Sprung von der vierten in die zweite Liga vollzogen. Ist es bislang so gelaufen, wie Sie es sich vorgestellt haben

Schöpf: Für mich persönlich schon. Es ist für mich natürlich gut, dass ich komplett gesund geblieben bin. Das hat geholfen. Mit meiner Entwicklung bis hierhin bin ich recht zufrieden. Es ist aber noch Luft nach oben. Ich will mich weiter verbessern und überall noch zulegen. Ich muss an meinen Schwächen wie Zweikampfverhalten oder Kopfballspiel weiter arbeiten, denn ich will hier in Nürnberg einen weiteren Schritt in meiner Entwicklung machen.

Frage: Wir groß war die Umstellung von der vierten auf die zweite Liga?

Schöpf: Der größte Unterschied ist das Tempo. Es geht alles viel schneller, du musst schneller handeln, es wird mit weniger Kontakten gespielt. Und es ist definitiv so, dass in den Zweikämpfen noch viel mehr Robustheit gefragt ist.