Frankfurt am Main - Nach dem erfolgreichen Auftakt in der vergangenen Spielzeit zeichnet Europas Top-Liga mit dem jüngsten Altersdurchschnitt auch in der Saison 2017/18 die besten Nachwuchsstars mit dem "Bundesliga Rookie Award by TAG Heuer"aus. Einer der drei Kandidaten im November ist Jann-Fiete Arp vom Hamburger SV:

Autofahren darf Jann-Fiete Arp noch nicht, dazu ist er mit seinen 17 Lenzen noch zu jung. Auf dem Fußballplatz kann der junge Stürmer indes mit den Großen schon sehr gut mithalten – und steht sogar mehrfach in den Geschichtsbüchern der Bundesliga. Bereits bei seinem Debüt am siebten Spieltag gegen Bremen sorgte er für historisches: Er war der erste in diesem Jahrtausend geborene Spieler, der in der Bundesliga zum Einsatz kam. Ende Oktober machte er dann gegen Berlin mit seinem ersten Schuss sein erstes Tor – und ist nun Hamburgs jüngster Torschütze. "Wir wissen, dass Fiete ein großes Talent ist und es wahnsinnig reif macht für sein Alter", lobt HSV-Sportdirektor Jens Todt das Eigengewächs.

Zumal der Jungspund eigentlich noch gar kein Profi ist und sich nebenbei voll auf die Schule konzentriert, um im Frühjahr das Abitur zu machen. Trotzdem stand er im November in allen drei Spielen über 90 Minuten auf dem Platz. Gegen Stuttgart legte er auch gleich sein zweites Bundesliga-Tor hinterher. Nur Christian Pulisic und Timo Werner waren bei ihrem zweiten Treffer jünger als Arp. 125 Minuten brauchte er insgesamt für zwei Tore – selbst HSV-Legende Uwe Seeler machte sein zweites Bundesliga-Tor "erst" nach 197 Minuten. Im November gab beim HSV auch nur Filip Kostic (11) mehr Torschüsse ab als der Nachwuchskicker (7). Und immerhin gewinnt er 44 Prozent seiner Zweikämpfe, auch gegen viel ältere Gegenspieler. Aber für den HSV gibt Arp auch gerne alles: "Hamburg ist meine Stadt, der HSV ist mein Verein – ich bin Fan. Ich lebe meinen Traum."