Frankfurt am Main - Nach dem erfolgreichen Auftakt in der vergangenen Spielzeit zeichnet Europas Top-Liga mit dem jüngsten Altersdurchschnitt auch in der Saison 2017/18 die besten Nachwuchsstars mit dem "Bundesliga Rookie Award by TAG Heuer"aus. Einer der drei Kandidaten im Oktober ist Ihlas Bebou von Hannover 96:

2013 wäre seine Karriere beinahe beendet gewesen: In der Sommervorbereitung zog sich Ihlas Bebou im Trikot von Fortuna Düsseldorf in einem Kopfballduell einen Schädelbruch und eine Rückenmarksverletzung zu, die aber glücklicherweise ohne neurologische Folgen blieb. Für den dribbelstarken Angreifer, der im Alter von elf Jahren mit seiner Familie aus seinem Geburtsland Togo nach Deutschland kam, war es letztlich nur eine Schrecksekunde auf dem Weg nach oben: Bebou, über den Garather SV und den VfB Hilden 03 zu Fortuna Düsseldorf gestoßen, avancierte nach dem Abstieg der Düsseldorfer zu einem wichtigen Faktor bei den Rheinländern. Bis zu seinem Wechsel nach Hannover Ende August standen für Bebou elf Tore und 15 Assists in 70 Zweitligaspielen zu Buche.

Trotz seines späten Wechsels nur wenige Tage vor Ende der Transferperiode brauchte der pfeilschnelle Außenstürmer keine Anpassungszeit. "Die Mannschaft hat mich toll aufgenommen und es mir sehr leicht gemacht", schwärmt Bebou über seine Teamkameraden. Bereits in seinem ersten Spiel von Beginn an zeigte Bebou erstmals seine Torgefährlichkeit und traf zuhause gegen den HSV zum 2:0-Endstand. Den endgültigen Durchbruch schaffte er am 10. Spieltag beim furiosen 4:2-Sieg über Borussia Dortmund. Er traf selbst zweimal und war der überragende Spieler seines Teams. "Man kann schon sagen, dass das mein bestes Spiel war, wenn man gegen so eine Top-Mannschaft zwei Tore schießt, ist das der Wahnsinn", gab der togolesische Nationalspieler nach der Partie preis. Bebou besticht neben seiner Torgefährlichkeit besonders durch seine Schnelligkeit und seine Tempodribblings. In dieser Saison dribbelte der 23-Jährige öfter einen Gegenspieler (23x) aus als etwas Arjen Robben (21x) oder Emil Forsberg (18x).