Frankfurt am Main - Nach dem erfolgreichen Auftakt in der vergangenen Spielzeit zeichnet Europas Top-Liga mit dem jüngsten Altersdurchschnitt auch in der Saison 2017/18 die besten Nachwuchsstars mit dem "Bundesliga Rookie Award by TAG Heuer" aus. Einer der drei Kandidaten im Dezember ist Ihlas Bebou von Hannover 96:

Dass Ihlas Bebou im Dezember 2017 zu den Nominierten beim Rookie Award zählen würde, hätte nicht so kommen müssen. Kaum begonnen, wäre seine Karriere nämlich fast schon schnell wieder beendet gewesen: Gerade war Bebou in Düsseldorf Profi geworden, da zog er sich bei einem Kopfballduell einen Schädelbruch und eine Rückenmarksverletzung zu - doch der Togolese überstand das Drama glücklicherweise ohne neurologische Folgen. So feierte der Mittelfeldmann schließlich im September 2013 sein Profi-Debüt, fiel kurz darauf aber erneut lange verletzt aus. Auch deshalb musste der flinke Dribbler bis in den April 2015 warten, ehe er sein erstes Profi-Tor bejubeln konnte. Danach ging es dann aber steil bergauf für Bebou: Bis zu seinem Wechsel nach Hannover standen elf Tore und 15 Torvorlagen in 70 Zweitliga-Spielen für die Fortuna zu Buche, dabei stellte er in der letzten Saison mit fünf Treffern und elf Vorlagen jeweils persönliche Saisonrekorde auf.

Bei Hannover 96 zeigt Bebou nun, dass er auch in der ersten Bundesliga seine Stärken zur Geltung bringen kann. Bei den Niedersachsen stieg der Flügelflitzer sofort glänzend ein, ist mit fünf Treffern nach Martin Harnik bester Torschütze des Clubs und ligaweit der schnellste Spieler (35,3 km/h). Nach seinem Doppelpack beim 4:2 gegen Borussia Dortmund sagte Bebou: "Zwei Tore gegen einen solchen Gegner, das ist unglaublich. Vielleicht sogar das Spiel meines Lebens." Seinen Saisonrekord aus der 2. Bundesliga hat er mit inzwischen fünf Toren natürlich bereits eingestellt. Gerade im Dezember, der Schlussphase der Hinrunde, lief Bebou noch einmal zu Hochform auf: Zwei Tore erzielte der 23-Jährige selbst, gab zwischen dem 14. und 17. Spieltag zehn Torschüsse ab, gewann über die Hälfte seiner Zweikämpfe und zeigte auch in Luftduellen erstaunliches Durchsetzungsvermögen. Nachdem der Togolese bereits im September ein Kandidat für den Rookie Award war, ist auch die zweite Nominierung also hochverdient.

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