Borussia Dortmund ist mit einem Testspielsieg ins Spieljahr 2010/11 gestartet. Der BVB fuhr gegen den Landesligisten SV Hohenlimburg einen 9:0 (5:0)-Sieg ein. Klasse Reflexe der gegnerischen Keepers verhinderten einen zweistelligen Erfolg.

64 Tage nach dem Bundesliga-Finale in Freiburg lockten die Borussen bei 33 Grad im Schatten rund 5.000 Zuschauer ins Kirchenberg-Stadion, die eine einseitige Partie sahen. Der BVB spielte engagiert, konzentriert und ging in der zwölften Minute mit 1:0 in Führung: Robert Lewandowski legte quer zu Mario Götze, und der traf aus halblinker Position mit einem platzierten Schuss ins lange Eck.

Kehl trifft doppelt

Zwischen der 12. und 32. Minute spielte der Bundesligist mit dem Club aus der siebten Liga Katz und Maus. Allein dem ausgezeichneten Torhüter der Hohenlimburger war es zu verdanken, dass das Resultat bis zur Pause nicht schon in zweistellige Dimensionen geschraubt wurde. Nuri Sahins 20-Meter-Schuss (16.) parierte er ebenso mit einer Glanzparade wie Götzes 17-Meter-Schuss fünf Minuten später. Auch gegen Lewandowski war er zwei Mal (27./38.) glänzend auf dem Posten und hatte zudem das Glück des Tüchtigen, als Sven Benders Kopfball ans Lattenkreuz krachte (24.).

Tore fielen dennoch zum 5:0-Halbzeitstand: Nach Sahins Ecke wurde Sebastian Kehls Kopfball noch abgeblockt, doch im Nachschuss war Marc Hornschuh zur Stelle (13.). Sechs Minuten später erhöhte Marco Stiepermann auf 3:0, nachdem er mit Lewandowski allein aufs Tor zugelaufen war und der Pole uneigennützig quer gelegt hatte. Noch schöner herausgespielt war das 4:0 in der 22. Minute: Nach schneller Passfolge über Felipe Santana, Sahin und Götze brauchte Kehl nur noch den Fuß hinzuhalten. Zehn Minuten später markierte der Kapitän seinen zweiten Treffer.

Nur 19 Spieler im Kader

Ohne die WM-Teilnehmer Neven Subotic, Nelson Valdez und Lucas Barrios, den leicht verletzten Mats Hummels (Sprunggelenk) und Jakub Blaszczykowski (Reizung im Knie), standen Jürgen Klopp 19 Akteure zur Verfügung. Dennoch konnte der Coach zur Pause fast komplett wechseln. Lediglich die Innenverteidigung Santana/Hornschuh blieb auf dem Feld.

Doch der Schwung des ersten Durchgangs war zunächst in der Kabine geblieben. Erst in der 70. Minute tauchte dann Feulner vor dem Gehäuse auf - und brachte das Leder zum 6:0 unter (70.). Drei Minuten später spielte er uneigennützig quer, und da Silva brauchte den Ball nur noch ins leere Tor zu schieben (73.). Den doppelten Schlusspunkt setzten Markus Feulner in der 86. Minute mit einem Distanzschuss und 60 Sekunden später Tamas Hajnal, der nur noch einzuschieben brauchte.

Dortmund 1. Halbzeit: Weidenfeller - Piszczek, Hornschuh, Santana, Schmelzer - Kehl, Bender - Stiepermann, Sahin, Götze - Lewandowski.

Dortmund 2. Halbzeit: Langerak - Owomoyela, Hornschuh, Santana, Dede - da Silva, Feulner - Öztekin, Hajnal, Großkreutz - Rangelov.

Tore: 0:1 Götze (12.), 0:2 Hornschuh (13.), 0:3 Stiepermann (19.), 0:4 Kehl (22.), 0:5 Kehl (32.), 0:6 Feulner (70.), 0:7 da Silva (73.), 0:8 Feulner (86.), 0:9 Hajnal (87.).