München - Der 1. FSV Mainz 05 und Hannover 96 haben nach Auffassung von 05-Coach Thomas Tuchel sehr viel gemeinsam dieser Zeiten: vier Niederlagen in den vergangenen fünf Pflichtspielen nach sensationellem Start in die Saison und zahlreiche Ausfälle.

Am Samstagabend treffen die beiden Mannschaften am Bruchweg aufeinander (ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). "Das wird ein schweres, wichtiges Spiel für uns und steht absolut im Vordergrund", erklärt Andre Schürrle, der wie Lewis Holtby von Bundestrainer Joachim Löw in den Kader für das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft am Mittwoch in Schweden berufen wurde.

Bangen um drei Leistungsträger

"Um gegen Hannover 96 bestehen zu können, müssen wir an die Leistung vergangener Heimspiele anknüpfen, und da schließe ich die letzten beiden gegen Hamburg und Dortmund durchaus mit ein", sagt Tuchel. Das Spiel gegen Freiburg sieht der Fußballlehrer dagegen etwas kritischer. "Wir hatten beim SC wenig bis gar keine klaren Torchancen, und das haben wir im Training versucht anzusprechen", so Tuchel.

Arbeiten konnte der Trainer in dieser Woche allerdings nur mit dezimiertem Kader. Eugen Polanski und Marco Caligiuri plagen Sprunggelenksprobleme, Sami Allagui fällt mit Muskelfaserriss im Oberschenkel definitiv aus gegen Hannover. Drei Leistungsträger könnten den 05ern also fehlen. "Wir müssen bis zuletzt abwarten, wer einsatzfähig ist", sagte der Trainer.

"Sicherer verteidigen und mehr investieren"

96-Trainer Mirko Slomka spielte unter der Woche verschiedene Varianten und Systeme für die Partie beim Tabellen-Zweiten durch. Eine Entscheidung über die Startelf werde aber erst kurzfristig fallen. Fakt sei, dass "eine ordentliche Mannschaft" auf dem Platz stehen wird. Primäres Ziel sei vor allem, wieder mehr Torgefahr zu entwickeln. Die Niedersachsen warten nun seit 255 Minuten auf einen Treffer. "Wir müssen wieder sicherer verteidigen und insgesamt mehr investieren", fordert Slomka.

Leider wird das in dieser Saison so erfolgreiche Sturmduo Ya Konan/Abdellaoue gegen Mainz nicht gemeinsam auf Torejagd gehen können - Abdellaoue zog sich beim Spiel gegen den BVB einen Muskelfaserriss im hinteren Oberschenkel zu und wird dem Trainer voraussichtlich für drei Wochen nicht zur Verfügung stehen. Seinen Platz könnte der Finne Mikael Forssell einnehmen.

Schulz wieder an Bord

Gute Nachrichten gab's von Christian Schulz: Nach überstandener Zehenprellung konnte der Abwehr-Routinier wieder eingeschränkt am Training teilnehmen. Sein Einsatz gilt als sicher.

Der Österreicher Emanuel Pogatetz wird sich wohl noch bis zum Nordderby am 13. Spieltag gegen den Hamburger SV gedulden müssen. Neben Pogatetz und Abdellaoue sind folgende Spieler nicht im 96-Kader: Leon Andreasen, Carlitos (beide Aufbautraining), Moritz Stoppelkamp (Außenbandriss im rechten Sprunggelenk) und Karim Haggui (bis einschließlich 16. Spieltag gesperrt).