Mit einem absoluten Topspiel geht der 26. Spieltag am Sonntagabend zu Ende. Bayer Leverkusen empfängt den Hamburger SV in der BayArena (ab 17 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio) und will die erste Saisonniederlage vom vergangenen Sonntag in Nürnberg mit einem Sieg vergessen machen.

Das Spiel gegen den HSV ist ein Schlüsselspiel für den Tabellendritten, denn immerhin schielt Gegner Hamburger SV durchaus noch nach oben. Momentan stehen die Hansestädter auf Rang 4 der Tabelle mit sieben Zählern Differenz zu Bayer 04 und könnten demnach mit einem Sieg noch einmal gefährlich nahe kommen.

"Können uns den HSV vom Hals halten"

"Wenn man den Hamburger SV insgesamt bewertet, das heißt den Spielerkader und wie die Mannschaft Fußball spielt, wird das sicher ein hochinteressantes Spiel. Das ist eine sehr gute Mannschaft, die attraktiven Fußball spielt. Mit einem Sieg oder einem Unentschieden können wir uns den Gegner vom Hals halten und haben weiter gute Chancen auf die Champions League", bewertet Bayer 04-Trainer Jupp Heynckes.

"Für uns ist wichtig, dass wir insgesamt defensiv wieder so organisiert sind, wie wir es gewohnt sind und über weite Strecken gezeigt haben. Wir müssen den Gegner taktisch vom Tor fernhalten. Das Spielfeld also klein machen, wenn der Gegner im Ballbesitz ist und es groß machen, wenn wir den Ball haben", gibt der Coach die Marschroute vor.

Kroos und Reinartz nicht dabei

Diese Vorgaben können Stefan Reinartz und Toni Kroos bedingt durch ihre Gelbsperren nicht umsetzen. Im defensiven Mittelfeld wird wohl Gonzalo Castro den Ausfall zu kompensieren versuchen, dafür dürfte Daniel Schwaab wieder auf der rechten Abwehrseite beginnen.

Den Part von Kroos im linken Mittelfeld übernimmt wohl Tranquillo Barnetta, womit die rechte Seite wieder für Renato Augusto frei wäre. Stürmer Patrick Helmes muss sich trotz guter Leistung und einem Tor in Nürnberg "höchstwahrscheinlich" noch einmal mit der Jokerrolle abfinden.

Van-Nistelrooy-Einsatz unklar

Der Hamburger SV reist mit viel Respekt im Gepäck zum Tabellennachbarn. "Mit Leverkusen wartet eine Topmannschaft auf uns, die bisher eine klasse Saison gespielt hat", äußerte sich HSV-Trainer Bruno Labbadia, der in der Vorsaison noch die "Werkself" trainiert hatte, zum bevorstehenden Match. "Da haben wir ein schönes Spiel zu erwarten."

Auf wen der Hamburger Trainer am Sonntag verzichten muss und ob der Startelf-Debütant der letzten Partie, Ruud van Nistelrooy, wieder von Beginn an spielen wird, ist derzeit noch unklar. "Ruud hat am Donnerstag das Erhoffte geleistet. Dennoch ist es immer wichtig, die Balance zu halten zwischen der Arbeit und der Regeneration. Wir dürfen ihn nicht überpowern und Folgeverletzungen riskieren", erklärte der Coach und unterstrich damit die kurzfristige Entscheidung für oder gegen den Einsatz des Stürmerstars.

"Wissen, dass Leverkusen zu schlagen ist"

Auch zum Einsatz von Jerome Boateng, der wegen seiner Oberschenkelprobleme mit Athletik-Trainer Markus Günther individuell arbeiten musste und Marcus Berg, der nach Schmerzen im Knie wieder ins reguläre Mannschaftstraining einsteigen konnte, wird eine endgültige Entscheidung erst kurzfristig fallen.

"Im Großen und Ganzen konnten wir ein gutes Training absolvieren, haben über die Dinge gesprochen, die gut gelaufen sind und über diejenigen, an denen wir noch arbeiten können", machte der HSV-Coach deutlich - und erklärt anschließend motiviert und dennoch in typischer Hamburger Ruhe: "Wir wissen, dass die Leverkusener zu schlagen sind."

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