Am Samstag steigt das Spitzenspiel der Gruppe 4 zwischen Deutschland und Russland. bundesliga.de hat wissenswerte Daten und Zahlen.

BILANZ I: Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet in Dortmund gegen Russland ihr insgesamt 812. Länderspiel seit dem Beginn im Jahr 1908. Die Bilanz ist nach wie vor deutlich positiv. Bei einem Torverhältnis von 1807:978 gab es bislang 464 Siege, 166 Unentschieden und 181 Niederlagen.

BILANZ II: Gegen Russland weist das DFB-Team eine positive Bilanz auf. Von bislang 17 Duellen mit der Sbornaja gewann Deutschland zwölf. Zudem gab es zwei Unentschieden und drei Niederlagen. Der 16:0-Erfolg vom 1. Juli 1912 während der Olympischen Spiele in Stockholm ist nach wie vor der höchste Sieg einer deutschen Nationalmannschaft. Unvergessen ist auch der 3:0-Erfolg im EM-Finale von Brüssel am 18. Juni 1972, als zweimal Gerd Müller und Herbert "Hacki" Wimmer die DFB-Auswahl zu ihrem ersten EM-Titel schossen. Im bislang letzten Vergleich trennten sich Deutschland und Russland am 5. Juni in Mönchengladbach 2:2. Bastian Schweinsteiger, der auch diesmal im Aufgebot steht, erzielte damals seine ersten beiden Treffer im DFB-Trikot.

BILANZ III: In den bisherigen 31 Länderspielen unter Bundestrainer Joachim Löw gewann die deutsche Nationalmannschaft 22 Mal, spielte fünfmal unentschieden und verlor viermal. Seit seiner Premiere beim 3:0-Erfolg gegen Schweden am 16. August 2006 in Gelsenkirchen setzte Joachim Löw 39 Nationalspieler ein und verhalf 18 Neulingen zu ihrem Debüt im Trikot der DFB-Auswahl: Torwart Robert Enke, Gonzalo Castro, Stefan Kießling, Roberto Hilbert, Simon Rolfes, Patrick Helmes, Malik Fathi, Manuel Friedrich, Piotr Trochowski, Clemens Fritz, Jan Schlaudraff, Alexander Madlung, Mario Gomez, Christian Pander, Jermaine Jones, Heiko Westermann, Marko Marin und Serdar Tasci, der als 859. Nationalspieler in die Geschichte einging. Im aktuellen Aufgebot sind nur die beiden Torhüter Rene Adler und Tim Wiese ohne Länderspieleinsatz. (sid)

BILANZ IV: Lediglich zwei Niederlagen musste die deutsche Mannschaft bislang bei ihren WM-Qualifikationsspielen hinnehmen. In insgesamt 66 Begegnungen gab es für die DFB-Auswahl 48 Siege und 16 Unentschieden bei einem Gesamt-Torverhältnis von 196:54. Die bisherigen Niederlagen datieren vom 18. Oktober 1985, als die DFB-Auswahl in Stuttgart 0:1 gegen Portugal verlor, und vom 1. September 2001, als Deutschland in München gegen England eine 1: 5-Packung hinnehmen musste.

BILANZ V: Bei ihren bisherigen 15 Länderspielen in Dortmund musste die deutsche Mannschaft nur einmal als Verlierer vom Platz gehen. Ausgerechnet im WM-Halbfinale kassierte der Gastgeber am 4. Juli 2006 eine bittere 0:2-Niederlage nach Verlängerung gegen den späteren Titelträger Italien, der sich durch Treffer von Fabio Grosso und Alessandro del Piero durchsetzte. In der Westfalenmetropole hatte die DFB-Auswahl zuvor 13 Mal gewinnen, spielte zudem einmal unentschieden.

RANGLISTE I: Der erfahrenste Akteur im DFB-Kader für den Doppelpack in der WM-Qualifikation gegen Russland und Wales ist Kapitän Michael Ballack vom FC Chelsea mit 87 Einsätzen vor dem Münchner Miroslav Klose (84.) Der Bremer Per Mertesacker könnte gegen Russland sein 50. Länderspiel bestreiten. In der ewigen Länderspielrangliste führt Lothar Matthäus (150) vor Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann (108) und Jürgen Kohler (105).

RANGLISTE II: Mit 44 Treffern in 84 Spielen ist Klose der erfolgreichste Schütze im DFB-Aufgebot vor seinem Münchner Vereinskollegen Lukas Podolski, der in 57 Spielen 30 Treffer markierte. In der ewigen DFB-Torjägerliste verbesserte sich Klose dank seines Dreierpacks beim 3:3 in Finnland auf den sechsten Rang. In dieser Rangliste liegt Gerd Müller mit der hervorragenden Quote von 68 Toren in 62 Länderspielen nach wie vor mit klarem Vorsprung auf Position eins, gefolgt von Joachim Streich, der für die Auswahl der DDR in 102 Einsätzen 55-mal erfolgreich war. Vor WM-Torschützenkönig Klose liegen zudem noch Jürgen Klinsmann und Rudi Völler (je 47) sowie Karl-Heinz Rummenigge (45).

SCHIEDSRICHTER: Schiedsrichter Peter Fröjdfeldt aus Schweden leitet das Spiel am Samstag zwischen Deutschland und Russland. An der Seitenlinie assistieren seine Landsleute Stefan Wittberg und Henrik Andren. Vierter Offizieller ist in Martin Ingvarsson ebenfalls ein Schwede. (sid)

TRIKOTS: Die deutsche Nationalmannschaft spielt gegen Russland in ihrer Heimkluft mit weißen Trikots, schwarzen Hosen und weißen Stutzen. Die Gäste agieren komplett in Rot.