Marseille - Mit einer lockeren Einheit am Vormittag startete Borussia Dortmund in den Tag. Hier und bereits am Dienstag Abend beim Abschlusstraining im Stade Vélodrome zeichnete sich ab, dass Jürgen Klopp im zweiten Gruppenspiel der UEFA Champions League bei Olympique Marseille auf Marcel Schmelzer und Sven Bender zurückgreifen kann.

Beide standen am Dienstag Abend beim Spiel "10 gegen 10" auf einem extrem verkürzten Feld, das den Aktiven in ihren Aktionen kaum Zeit zum Atmen ließ und für wahnsinnig schnelle Ballpassagen sorgte, phasenweise in der Formation mit den grauen Leibchen, die man als "A-Team" hätte identifizieren können. "Glücklicherweise kommen beide schnell in eine gute Verfassung", sagte Klopp über Schmelzer und Bender: "Sie gehen jedenfalls ausgeruht in die Partie."

Zidan fällt aus

Dagegen muss Borussia Dortmund heute Abend auf Mohamed Zidan verzichten. "Ich habe beim Training erneut einen Stich in der Oberschenkelmuskulatur verspürt", sagte der Ägypter.

Bereits am vergangenen Wochenende in Mainz hatte Zidan wegen Beschwerden in der Oberschenkelmuskulatur aussetzen müssen. "Wenn es bis morgen nicht besser wird, müssen wir einen Kernspin machen", kündigte Zidan an - in der Hoffnung, dass es sich nur um eine leichte Zerrung handeln möge, nicht um einen Faserriss.

Barrios und Lewandowski gemeinsam?

Didier Dechamps, der Trainer der Franzosen, der seine Späher losgeschickt hatte, dürfte sich zudem darüber gewundert haben, dass Robert Lewandowski und Lucas Barrios in der gleichen Mannschaft wirkten. Ob dies Rückschlüsse auf die Aufstellung zulässt?

Jürgen Klopp jedenfalls lässt keinen Zweifel daran, dass er das Stade Velodrome heute Nacht mit Zählbarem verlassen möchte: "Wir haben nur drei Möglichkeiten, auswärts Punkte zu sammeln. Und wir halten es nicht für unmöglich, in Marseille damit zu beginnen."

Klopp warnt vor der Atmosphäre

Vor dem Duell mit dem Tabellendreizehnten der Ligue 1 (acht Spiele, sieben Punkte, zuletzt 1:1 in Valenciennes) bereitete der BVB-Coach seine Mannschaft am gestrigen Abend nicht nur auf die Spielweise des Gegners vor, sondern auch auf die Atmosphäre, die im Stadion herrschen wird. "Nur wenn man davon überrascht wird oder nicht damit umgehen kann", würden Probleme entstehen.

Und weiter: "Es sind zwei Mannschaften, die es gewohnt sind, vor einer großartigen Kulisse zu spielen. Sie wird beide pushen. Wir verspüren Vorfreude und nichts anderes. Um sich zu entwickeln, braucht man große Spiele und große Gegner. Die haben wir in der Champions League."