München - Tore, Vorlagen, Glanzparaden: Zum Ende der Bundesligasaison drehen zehn Spieler richtg auf. Sie führen ihre Mannschaften zum Klassenerhalt, sichern das internationale Geschäft oder halten die Deutsche Meisterschaft fest.

bundesliga.de präsentiert Statistiken und Fakten rund um die zehn aktuell formstärksten Spieler der Bundesliga.

Vedad Ibisevic

Dieser Wintereinkauf hat sich gelohnt! Vedad Ibisevic war im VfB-Trikot in zwölf Spielen an 13 Toren direkt beteiligt. Acht Tore erzielte er selbst, fünf weitere bereitete er vor. Der Bosnier schnürte für Stuttgart bereits zwei Doppelpacks, davon einen ausgerechnet bei seinem Ex-Club 1899 Hoffenheim und den anderen gegen Mainz. Vom 26. bis 30. Spieltag traf er in vier Spielen in Folge (dabei insgesamt sechsmal) - eine längere Serie gab es für ihn nie in der Bundesliga. Für die Schwaben markierte er fünf von acht Toren auswärts - zuletzt vier Mal in Folge.

Martin Harnik

Noch ein weiterer VfB-Offensivmann ist derzeit kaum zu stoppen: Martin Harnik ist der erfolgreichste Torschütze im Jahr 2012, hier schoss er elf Tore. Mit insgesamt 17 Treffern ist er der treffsicherste Mittelfeldspieler der Bundesliga. Am 21. Spieltag gegen Hertha BSC (5:0) schnürte der Österreicher sogar erstmals in seiner Bundesliga-Karriere einen Dreierpack. Auch gegen seinen Ex-Verein Werder Bremen traf er wieder doppelt - Stuttgart drehte damit das Spiel und Harnik hielt den VfB auf Europa-Leauge-Kurs.

Daniel Didavi

Mit Daniel Didavi darf sich der VfB kommende Saison auf einen weiteren offensivstarken Mittelfeldspieler freuen. Der derzeit an den 1. FC Nürnberg ausgeliehene Profi schoss in den letzten sieben Spielen für die Franken sechs Tore. Zuvor war er in insgesamt 21 Bundesliga-Spielen nur einmal erfolgreich. Am 30. Spieltag gegen Schalke gelang ihm sein erster Doppelpack in der Bundesliga. Mit insgesamt sieben Toren ist Didavi gemeinsam mit Tomas Pekhart Nürnbergs bester Torschütze. Didavi hat einen starken Schuss, vier seiner sieben Treffer markierte er aus der Distanz - nur Wolfsburgs Schäfer und Gladbachs Arango erzielten genauso viele Weitschusstore.

Stefan Kießling

Pünktlich zum Endspurt haut auch Leverkusens Stefan Kießling seine Form wiedergefunden. Der Angreifer schoss in der Rückrunde neun Tore - nur Martin Harnik mehr. In der Hinrunde war der Leverkusener Stürmer nur dreimal erfolgreich. In den letzten beiden Spielen gegen den FCK (eins) und die Hertha (zwei) erzielte Kießling drei Tore - gegen diese beiden Teams hatte er zuvor noch nie getroffen. Jetzt war Kießling gegen alle 18 aktuellen Bundesligisten zumindest einmal erfolgreich.

Ja-Cheol Koo

Dieses Leihgeschäft hat sich gelohnt: Ja-Cheol Koo, vom VfL Wolfsburg an Augsburg ausgeliehen, schoss für den FCA in zwölf Spielen schon vier Tore - für den VfL Wolfsburg hatte er in 22 Spielen nie getroffen. Koo brauchte im FCA-Trikot nur 13 Torschüsse für seine vier Tore. Koo erzielte immer das erste Tor der Schwaben: einmal das 1:0, dreimal das 1:1. Dabei glänzte er als Scharfschütze: Drei seiner vier Bundesliga-Tore erzielte Koo aus der Distanz - in dieser Saison erzielten ligaweit nur drei Spieler mehr Weitschusstore.

Cedrick Makiadi

Er übernahm Verantwortung, als es darauf ankam: Cedrick Makiadi schoss in der Rückrune schon vier Tore und war ein Garant für die starke Rückrunde unter dem neuen Coach Christian Streich. Mit seinen sechs Saisontoren hat Makiadi 2011/12 fast so viele Treffer erzielt wie in seiner Bundesliga-Karriere zuvor insgesamt (sieben). Obwohl Freiburg die Verantwortung nach dem Wechsel von Papiss Demba Cisse auf mehrere Schultern verteilte, übernahm der Kapitän doch einen großen Teil davon: Nach Cisse ist Makiadi beim SC der beste Torschütze in dieser Saison.

Lukasz Piszczek

Der polnische Außenverteidiger spielt sich pünktlich um EM-Sommer in den Fokus: Lukasz Piszczek erzielte vier Saisontore, stellte damit einen neuen persönlichen Saisonrekord auf und ist gemeinsam mit Daniel van Buyten der torgefährlichste Abwehrspieler der Liga. Fünf seiner sieben Torvorlagen in dieser Saison gab der Pole seit dem 20. Spieltag. Seine elf Scorer-Punkte (vier Tore und sieben Torvorlagen) sind der Top-Wert unter allen Verteidigern der Liga. Piszczek gewann in der Saison 59 Prozent der direkten Duelle, gehört damit zu den zweikampfstärksten Außenverteidigern der Liga.

Roman Weidenfeller

Der entscheidende Rückhalt im Meisterrennen hat einen Namen: Roman Weidenfeller musste in 30 Spielen nur 22 Gegentore hinnehmen. Weidenfeller parierte starke 77 Prozent der Torschüsse, die auf seinen Kasten kamen - ligaweit kommt nur Marc-Andre ter Stegen auf einen besseren Wert. 2010/11 hatte er so oft zu Null gespielt wie kein anderer Keeper (14 Mal), in der laufenden Saison gelang ihm das 13 Mal - nur Bayerns Manuel Neuer öfter. Neuerdings avancierte er sogar zum Elfmeter-Killer: Weidenfeller hatte in der Bundesliga von den ersten 18 Elfmetern gegen ihn nur einen pariert, von den letzten vier dann drei - zuletzt parierte er gegen Arjen Robben, womöglich Meisterschaft entscheidend...

Ilkay Gündogan

Vom Bankdrücker zum Strippenzieher im Titelrennen: lkay Gündogan schoss in seinen letzten sechs Pflichtspielen drei Tore, er war im Pokal in Fürth und in der Bundesliga in Köln und Wolfsburg erfolgreich. In der Rückrunde gab Gündogan außerdem zwei Torvorlagen - in der Hinrunde war es keine einzige. In der Rückrunde hatte er im Schnitt starke 84 Ballkontakte pro 90 Minuten - in der Hinrunde lag der Wert "nur" bei 70.

Patrick Helmes

Patrick Helmes spielte zwischenzeitlich keine Rolle beim VfL Wolfsburg und bringt es daher nur auf magere 14 Einsätze 2011/12. Umso erstaunlicher, dass Helmes in diesen neun Mal das Netz zappeln ließ. Alleine bei seinen letzten acht Einsätzen war er siebenmal erfolgreich. Helmes schnürte in dieser Saison drei Doppelpacks - bei allen drei Wolfsburger Auswärtssiegen (in Köln, Nürnberg und Berlin).