München - Das Fußball-Fieber steigt, alles ist angerichtet für eine spektakuläre WM in Brasilien. bundesliga.de präsentiert zehn wichtige Fakten zum Turnier am Zuckerhut, von der Trikotauswahl über die Flutlichtpflicht bis zum ordnungsgemäßen Umgang mit dem Pokal.

Mit 23 Mann zum Titel

Jeder Verband darf 23 Spieler mit nach Brasilien nehmen. Nachnominierungen sind nur in einem einzigen Fall erlaubt: Nämlich dann, wenn sich ein Spieler in einem Zeitraum bis zu 24 Stunden vor dem ersten Spiel seiner Mannschaft noch schwer verletzt. Allerdings ist dann zuvor ein offizielles Attest der Medizinischen Kommission der FIFA erforderlich.  

50 Bälle pro Team

Die FIFA stattet die Mannschaften mit insgesamt 50 offiziellen WM-Spielbällen aus. 25 Exemplare des neuen "Brazuca" von adidas wurden direkt nach der Endrundenauslosung ausgeliefert, die anderen 25 nach dem Eintreffen in Brasilien. Für das Aufwärmen in den Stadien und die offiziellen Trainingsanlagen dürfen in den nächsten Wochen nur diese Bälle verwendet werden.

Flutlicht trotz Sonne

Die FIFA überlässt nichts dem Zufall. Deshalb werden bei der WM grundsätzlich alle Spiele unter Flutlicht ausgetragen - auch diejenigen bei bestem brasilianischem Sonnenschein am Nachmittag. Außerdem muss jede Arena über ein Notstromaggregat verfügen, um für eventuelle Ausfälle in der Stromversorgung gewappnet zu sein. 

Trikottest

Die FIFA entscheidet und informiert darüber, welche Farben die Mannschaften im Spiel zu tragen haben. Nach Möglichkeit sollte natürlich jedes Team in der offiziellen Montur auflaufen. Notfalls soll diese mit Teilen des Reserveoutfits gemixt werden. Alle Ausrüstungsgegenstände wurden vom Weltverband im Vorfeld genauestens geprüft.

Alles nach Plan

Das Protokoll im Vorfeld der Partien ist ganz strikt geregelt. So werden bei jedem WM-Spiel die FIFA-Fahne, die FIFA-Fairplay-Fahne, die brasilianische Fahne, die UNO-Fahne und die Fahnen der beiden beteiligten Mannschaften gehisst. Die Spieler kommen dann zu den Klängen der FIFA-Hymne ins Stadion und stellen sich in einer Reihe zu den Nationalhymnen auf, die jeweils maximal 90 Sekunden erklingen dürfen.

Qual der Wahl

Bei Auswechslungen haben die Trainer während des Turniers deutlich mehr Auswahl als in der Bundesliga. Denn statt der üblichen sieben dürfen in Brasilien sogar zwölf Reservespieler auf der Bank Platz nehmen. 

Strafe muss sein

Bei Sperren wird in Brasilien wie gewohnt verfahren: Rote Karten bedeuten automatisch mindestens eine Partie Pause. Da auch Strafen aus der Qualifikation nach wie vor gültig sind, muss Kroatiens Stürmerstar Mario Mandzukic (FC Bayern München) im WM-Eröffnungsspiel gegen den Gastgeber noch zuschauen. Aus dem gleichen Grund fehlt Kolumbiens Freddy Guarin im Spiel gegen Griechenland. Nach der zweiten Gelben Karte im Turnier ist man ebenfalls für ein Spiel gesperrt. Nach dem Viertelfinale werden die bis dahin gesammelten Gelben Karten gestrichen, um zu vermeiden, dass Spieler ausgerechnet beim Finale aussetzen müssen.

Prozedere bei Punktgleichheit

Die WM wird wie gewohnt in Vierergruppen gespielt. Die Mannschaften auf den Plätzen 1 und 2 ziehen ins Achtelfinale ein. Bei Punkt- und Torgleichheit entscheidet zunächst die Anzahl der erzielten Treffer über das Weiterkommen. Ist auch dieser Wert identisch, sind die Punktausbeute, die Tordifferenz und die erzielten Treffer aus den direkten Duellen der gleichaufliegenden Teams ausschlaggebend. Sollte dann immer noch keine Mannschaft vorn liegen, kommt es notfalls zu einem Losentscheid durch die FIFA-Organisationskommission. 

Wanderpokal

32 Mannschaften sind heiß auf den WM-Pokal. Mit dem großen Triumph ist aber auch Verantwortung verbunden: Nach den Statuten der FIFA muss der neue Weltmeister auf eigene Kosten alle "zumutbaren Maßnahmen" in die Wege leiten, um die Sicherheit der Trophäe zu gewährleisten. Außerdem muss das Original noch vor der Abreise aus Brasilien an den Weltverband zurückgegeben werden. 

Titel und Trophäen

Der erfolgreichste Torschütze des Turniers erhält den "Goldenen Schuh". Liegen mehrere Spieler nach Treffern gleichauf, entscheidet die Anzahl der Assists. Herrscht danach immer noch Gleichstand, erhält derjenige Spieler die Trophäe, der die wenigsten Spielminuten absolviert hat. Den "Goldenen Ball" für den besten Spieler der WM bekommt der Sieger einer Abstimmung unter Medienvertretern und Fans. Den "Goldenen Handschuh" für den besten Torhüter sowie den Titel des besten Nachwuchsspielers vergibt wiederum die technische Studiengruppe der FIFA.

Stefan Missy