Köln - Beachtliche Topdaten, kuriose Fakten und wissenswerte historische Daten - diese 10 Dinge sollten Sie sich über den 16. Spieltag der Bundesliga merken.

1) Jubiläums-Verwarnung

Es war eine umkämpfte Partie, die sich der Hamburger SV und der VfB Stuttgart lieferten. Da passte es gut ins Bild, dass die Gelbe Karte, die Adam Hlousek in der 77. Minute sah, die 500. der laufenden Saison war.

2) Laufen gegen laufen lassen

Die einen liefen selbst, die anderen ließen den Ball laufen: Beim 2:2 zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg lief der BVB über sechs Kilometer mehr als die Wölfe, die dafür 61 Prozent der Spielanteile hatte.

3) Premiere für den Weltmeister

Christoph Kramer und der Kopf? Sofort gehen die Gedanken zum Finale der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, bei dem der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach durch seinen K.o. Berühmtheit erlangte. Beim 4:1-Erfolg der Borussia gegen Werder Bremen feierte er nun eine Premiere mit dem Kopf: Erstmals gelang Kramer ein Treffer mit diesem Körperteil.

4) Schlechte Gäste aus dem Rheinland

Wenn sich Besuch aus dem Rheinland ankündigt, ist das in dieser Saison nicht gut für die TSG 1899 Hoffenheim. Das 0:1 gegen Bayer Leverkusen war die zweite Heimniederlage in dieser Spielzeit. Zuvor hatte die TSG daheim lediglich gegen den 1. FC Köln (3:4) verloren.

5) Mit Köpfchen

Dass Spieler ihren Kopf einsetzen sollen, um möglichst clever zu spielen, fordern viele Trainer. Beim FC Schalke 04 nutzen die Profis ihren Schädel vor allem beim Tore schießen. Roman Neustädters Treffer zum 2:1-Sieg gegen den SC Paderborn 07 war Schalkes neuntes Kopfballtor dieser Saison – Ligaspitze.

6) Torgarant Frankfurt

Ein Blick auf das Torverhältnis von Eintracht Frankfurt genügt, um zu erkenne, dass beim Team von Thomas Schaaf in dieser Saison viel Spektakel ist - 33:33. In fünf Saisonspielen fielen sieben oder mehr Tore, drei Mal war dies in Frankfurt der Fall: 4:5 gegen den VfB Stuttgart, 5:2 gegen Werder Bremen und nun 4:4 gegen Hertha BSC.

7) Körperlos

Die gute alte Blutgrätsche hat längst ausgedient, denn der moderne Verteidiger löst Situationen bekantlich am liebsten ohne ein Foulspiel. Beim Duell zwischen dem FC Bayern München und dem SC Freiburg führte das zu einem neuen Rekord: Acht Fouls im gesamten Spiel sind die wenigsten seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1992. Dass der Sport-Club nur drei Mal einen Münchner unfair stoppt, könnte auch damit zusammenhängen, dass sie fast nie in die Zweikämpfe kamen.

8) Rotation als Glücksbringer

Wer in der Krise steckt, sollte seine Mannschaft nach Erfolgen möglichst nicht verändern. Das gilt vielleicht gemeinhin, aber nicht für den Hamburger SV! Der ging beim 0:1 gegen den VfB Stuttgart zum vierten Mal in dieser Saison ohne Änderung in der Startelf in ein Spiel und verlor zum vierten Mal ohne einen eigenen Treffer erzielt zu haben.

9) Langeweile für Torhüter

Für Manuel Neuer ist ein Spiel am Rande der Beschäftigungslosigkeit schon fast Alltag, was in erster Linie an der Dominanz des FC Bayern München liegt. Dass seine Kollegen Timo Horn und Loris Karius am Dienstagabend beim Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem 1. FSV Mainz 05 einen ähnlich ruhigen Abend verlebten, lag wohl auch an der fehlenden Durchschlagskraft und Präzision der Offensivreihen beider Teams. Während der 90 Minuten mussten beide Schlussmänner nur jeweils einen Ball abwehren.

10) Wenn der Ball ruht...

... und Hannovers Hiroshi Kiyotake zur Ausführung bereitsteht, dann wird es gefährlich. Der Japaner legte beim 2:0-Erfolg gegen den FC Augsburg bereits zum siebten Mal in dieser Saison einen Treffer durch eine Standardsituation vor - Ligaspitze!

Stefan Schinken und Tobias Anding