Köln - Mit zuletzt drei Siegen in Folge hat sich der VfL Wolfsburg im Abstiegskampf Luft verschafft und sich ins Mittelfeld der Tabelle abgesetzt. Beim 1:0-Erfolg gegen den Hamburger SV standen bei den Wölfen mit Paul-Georges Ntep und Yunus Malli auch zwei Winterneuzugänge auf dem Platz. Im Interview mit bundesliga.de spricht der Ex-Mainzer Malli über seinen Start in Wolfsburg, seine Rolle in der Mannschaft und die Gründe für seinen Wechsel.

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bundesliga.de: Yunus Malli, Sie sind jetzt seit ein paar Wochen in Wolfsburg und gaben am vergangenen Samstag Ihr Bundesliga-Debüt im Trikot der Wölfe. Wie zufrieden waren Sie mit Ihrem Auftritt beim 1:0-Sieg über den Hamburger SV?

Yunus Malli: Ich habe mich gefreut, dass ich wieder auf dem Platz stand. Viel wichtiger ist aber, dass wir direkt mit drei Punkten in das Jahr starten konnten. Auf dem Platz habe ich mich schon sehr wohl gefühlt. Es gab Aktionen, die gut waren, und auch einige, bei denen die Abstimmung noch etwas gefehlt hat. Aber im Großen und Ganzen war es okay. Ich bin sicher, dass es von Spiel zu Spiel noch besser wird. Und am Samstag wollen wir gegen Augsburg nachlegen.

bundesliga.de: Wie empfinden Sie die Stimmung in Wolfsburg? Fällt nach drei Siegen in Folge ein bisschen die Anspannung ab?

Malli: Als ich ins Trainingslager dazu kam, habe ich gemerkt, dass die Stimmung gut ist. Durch die beiden Siege vor der Winterpause ist so etwas wie Aufbruchstimmung entstanden. Jetzt ist das Selbstvertrauen wieder da und wird mit jedem Sieg größer.

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bundesliga.de: Sie haben beim 1. FSV Mainz 05 eine starke Hinrunde absolviert, sechs Tore geschossen und weitere sechs vorbereitet. Warum sind Sie dann nach Wolfsburg gegangen? Was erhoffen Sie sich von dem Wechsel?

Malli: Ich hatte fünfeinhalb super Jahre in Mainz. Nun war es Zeit für mich, etwas Neues zu machen. Ich wollte in der Bundesliga bleiben und der VfL war der Club, der sich sehr um mich bemüht hat, mich unbedingt haben wollte. Hier kann ich mich gut weiterentwickeln und zu einem besseren Spieler werden.

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bundesliga.de: Was erwartet Ihr Trainer Valérien Ismael von Ihnen? Wie plant er mit Ihnen?

Malli: In den Gesprächen hat er mir verdeutlicht, dass er mich auf der Zehner-Position einplant. Natürlich ist die Konkurrenzsituation da, aber auf der Position habe ich in Mainz jahrelang gespielt und meine Leistung gebracht.

"Die große Aufholjagd wird sehr schwer"

bundesliga.de: Was ist in der Rückrunde für den VfL bei aktuell zehn Punkten Rückstand auf Platz 6 noch drin? Ist die große Aufholjagd noch möglich?

Malli: Sie wird sicher sehr schwer. Wir versuchen unsere Serie fortzusetzen. Aber wir tun gut daran, von Spiel zu Spiel zu denken. Die ersten Schritte sind getan, gegen Augsburg haben wir die nächste Gelegenheit, unser Punktekonto aufzustocken. Wohin die Reise geht, werden wir dann sehen.

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bundesliga.de: Am Samstag um 15.30 Uhr gastiert der FC Augsburg in Wolfsburg. Was für ein Spiel erwarten Sie?

Malli: Augsburg wird versuchen, kompakt zu stehen und die Räume eng zu machen. Wir müssen den Ball gut laufen lassen und im letzten Drittel die nötige Durchschlagskraft entwickeln. Wir müssen, wie schon gegen den HSV, geduldig bleiben und dürfen defensiv nichts zulassen. Wenn wir das schaffen, bin ich optimistisch, dass wir die nächsten drei Punkte einfahren.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski