Bundesliga

Yann Sommer: "Wer jetzt nicht punktet, kommt in große Schwierigkeiten"

bundesliga.de: Wie hilft Ihnen der Mentaltrainer, mit dem Sie arbeiten, bei der Bewältigung des Drucks?

Sommer: Ich arbeite mit meinem Mentaltrainer seit fünf, sechs Jahren. Diese Zusammenarbeit ist für mich ein sehr guter Austausch, weil er anders auf die Dinge schaut als es zum Beispiel die eigene Familie tut, die man sonst um Rat fragen würde. Der Coach hilft mir zum Beispiel bei der Vorbereitung auf besondere Spiele, bei denen es um sehr viel geht.

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bundesliga.de: Nach dem sehr guten Start in die Rückrunde haben Sie gewarnt: "Wir sind jetzt in einer Situation, in der du schnell mal denkst, dass es auch mit ein paar Prozent weniger geht – und genau das darf uns nicht passieren". Mit den Niederlagen in Hamburg, gegen die Bayern und dem Europa-League-Aus gegen Schalke schien genau das aber dann doch passiert zu sein...

Sommer: Es gibt einfach Tage, an denen es nicht läuft. Natürlich spielt nach den vielen englischen Wochen eine gewisse Müdigkeit eine Rolle, nicht zuletzt im Kopf. Das hat man unserm Spiel in Hamburg angemerkt. Das Zusammenspiel hat nicht funktioniert, wir waren lethargisch, und es hat ganz einfach die Power gefehlt, die man sonst von uns gewohnt ist. Wenn dann noch ein Spiel wie das Europa-League-Rückspiel gegen Schalke dazu kommt, in dem wir viel Pech hatten, ist das für den Kopf nicht einfach. Wenn man so ausscheidet, durch einen Platzfehler und eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung, dann sollte es wohl einfach nicht sein. Aber die Enttäuschung, die war sehr groß.