Zürich - "Wir haben ein wenig Rücklage." So leitete Urs Fischer die Pressekonferenz vor dem Playoff-Rückspiel zur Champions League (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker) ein.

Der Trainer des FC Zürich meint damit vor dem Duell mit dem FC Bayern nicht nur die 0:2-Hypothek aus dem Hinspiel, sondern auch noch die 0:2-Pleite in der Schweizer Liga gegen Xamax Neuchatel.

90 Minuten Vollgas

Man sei noch dabei, die jüngste Niederlage zu verarbeiten, um dann im heimischen Letzigrund am Abend "das Unmögliche möglich zu machen". "Wir wollen 90 Minuten Vollgas geben und den Bayern alles abverlangen", sagte der Trainer des Stadtclubs.

Und auch sein Stürmer Admir Mehmedi verspricht, "klar an unsere Leistungsgrenze zu gehen und alles zu versuchen". Allein den rechten Glauben an ein Wunder vermögen die Schweizer nicht zu vermitteln.

Wie im Hinspiel in der ersten Hälfte

"Natürlich wäre ein Auswärtstor besser gewesen", hadert Mehmedi noch mit dem Hinspiel, in dem der FCZ zumindest in der ersten Hälfte ordentlich dagegen hielt.

Daran knüpfen die Züricher auch ihre Hoffnungen. "Da haben wir den Bayern das Leben schwer gemacht", hofft Fischer auf eine ähnliche Vorstellung seiner Jungs. Ein Faktor könnte dabei die besondere Atmosphäre beim "Flutlichtspiel und vor den eigenen Fans" sein.

Mehr Mut und Risiko

Der Respekt vor der "Topmannschaft" aus München bleibt aber groß. "Die Bayern werden gleich kommen", vermutet Fischer. Das hätten sie auch beim Auswärtsspiel in Wolfsburg gemacht, so seine Beobachtung.

Sein Team sieht er in einer Lernphase: "Das Spiel in München war eine Erfahrung, vor allem vom Tempo her." Um den deutlichen Rückstand wett zu machen, solle sein Team "mit mehr Mut und Risiko Torchancen herausspielen, aber nicht ins offene Messer laufen".

Tim Tonner