München - In mehr als 200 Länder wird die Bundesliga mittlerweile live übertragen. Nur logisch, dass die Zahl der Bundesliga-Fans im Ausland wächst. Hinter jedem einzelnen Fan steht dabei immer eine eigene persönliche Geschichte, wie und warum er oder sie Fan eines bestimmten Bundesliga-Clubs geworden ist. Der VfL Wolfsburg stellt in der Rubrik "Fans aus aller Welt" regelmäßig Auslands-Fans vor.

Zum Beispiel Inori Kato. Die Japanerin hat der Wechsel ihres in der Heimat äußerst populären Profis Makoto Hasebe im Jahr 2008 auf den VfL aufmerksam und immer neugieriger gemacht. Mit japanischer Disziplin sparte die junge Frau Geld und Urlaub und reiste schließlich einen Monat nach Wolfsburg.

Nachts aufstehen, um die Bundesliga und den VfL zu sehen



"Ich wollte die Atmosphäre im Stadion selbst erleben. Im Fernsehen sah es schon super aus, aber im echten Leben ist es einfach überwältigend", schwärmt Inori Kato auf der Wolfsburger Homepage.

In Japan kommt der fußballverrückten VfL-Anhängerin sogar der große Zeitunterschied zwischen Fernost und Europa gelegen. Denn die Spiele der Bundesliga werden in Japan mitten in der Nacht übertragen werden. Und dafür steht Inori Kato regelmäßig auf.

VfL-Fanclub seit 2004 in Mexiko



Im Unterschied zur Japanerin auf der östlichen Seite der Weltkugel verfolgt Ignacio Ramírez Leyva seinen deutschen Lieblingsclub schon etwas länger ganz weit aus dem Westen. In Mexiko hat Ignacio Ramírez Leyva zusammen mit einigen Freunden bereits 2004 einen VfL-Fanclub gegründet - trotz oder gerade wegen erschwerter Bedingungen. "In Mexiko kann man leider nur hin und wieder im Kabelfernsehen die Spiele des VfL sehen", erklärt der Mexikaner.

Ramírez Leyva war sogar 1997 in Deutschland dabei, als die Wolfsburger den Aufstieg in die Bundesliga schafften: "Ich war am Allersee, als dort auf riesigen Leinwänden das letzte Spiel übertragen wurde. Die Stimmung war einfach großartig, als der VfL sich mit diesem Sieg den Aufstieg sicherte. Ich war unendlich glücklich, dass ich dabei sein konnte." Inzwischen besucht der Mexikaner regelmäßig die Autostadt und nutzt jede Gelegenheit, um sich die Spiele der Wölfe zusammen mit Freunden aus der Fangemeinde anzusehen.

Regelmäßig aus der Schweiz 800 Kilometer hin und zurück



Man muss aber nicht ganz so weit über die deutschen Grenzen in die Ferne schweifen, um einen weiteren außergewöhnlichen Fans des Deutschen Meisters von 2009 zu finden. Josef Glanzmann aus dem Schweizer Städtchen Maienfeld leistet beinahe Unglaubliches: Fast jede Woche nimmt sich der Dauerkartenbesitzer aus Block vier die Zeit, persönlich in der Autostadt vorbeizuschauen.

Jeweils etwa 800 Kilometer für An- und Abreise sowie knapp zwölf Stunden pro Fahrt muss er bewältigen, um in der Volkswagen Arena anzukommen. Und auch Auswärtsspiele und internationale Wettbewerbe stehen regelmäßig auf dem Programm des Schweizers, der in VfL-Fankreisen unter seinem liebevollen Spitznamen "Seppel" bekannt ist. Als Strapaze sieht Glanzmann die weiten Bahnfahrten überhaupt nicht an - im Gegenteil: "Die Reisen zu VfL-Spielen sind für mich Erholung."

Weitere Geschichten und noch mehr Details zu den hier vorgestellten VfL-Fans finden sich hier.