Garbsen - Der VfL Wolfsburg nutzte die Pause in der Bundesliga, um beim Regionalligisten TSV Havelse ein Testspiel zu bestreiten. Am Donnerstagabend setzte sich der VfL im Wilhelm-Langrehr-Stadion in Garbsen mit 2:0 (1:0) durch und nutzte die Möglichkeit, um Spielrhythmus zu bekommen. Die Treffer für die Grün-Weißen erzielten Patrick Helmes und Cicero.

Die mehr als 1.000 Zuschauer sahen eine unterhaltsame Partie. Co-Trainer Bernd Hollerbach, der in Abwesenheit von Felix Magath für die Mannschaft verantwortlich war, bot in der Startformation die beiden Youngster Michael Schulze (Rechtsverteidiger) und Robin Knoche als Innenverteidiger an der Seite von Routinier Alexander Madlung auf. Bei angenehmem Fußballwetter mit frühlingshaften Temperaturen entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Die Gastgeber waren sehr motiviert und suchten ihre Chancen im Spiel nach vorne. Mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze hatten sie die erste Möglichkeit.

Doch es war der VfL, der das Tor erzielte. Nach schöner Vorarbeit von Thomas Kahlenberg, der Stürmer Patrick Helmes steil schickte, schloss dieser mit einem sehenswerten Volleyschuss von halblinks ab, bei dem der Keeper des TSV keine Chance hatte - 1:0 für die Gäste (11. Minute). In den folgenden Minuten ergaben sich nur wenige Torszenen, so dass es bis zur 24. dauerte, ehe das Team von Havelse-Coach André Breitenreiter mit einem Fernschuss für Aufsehen sorgte. Denn der Ball prallte von der Unterkante der Latte zurück, war jedoch nicht hinter der Linie. Der Gastgeber war nun gut im Spiel und hätte den Ausgleich erzielen können, doch weitere Möglichkeiten (32., 37.) wurden nicht genutzt. Dann nahm der VfL wieder das Heft in die Hand und wurde aktiver. Grafite erzielte kurz vor der Pause das 2:0, aber der Treffer zählte nicht. Vorangegangen war ein Foul des Angreifers am Keeper des TSV (40). Glück für die Wölfe: Erneut rette bei einem gefährlichen Havelse-Kopfball die Latte, so dass es mit der knappen Führung in die Pause ging.

Der VfL brachte dann neue Spieler: Riether, Cicero, Koo und Könnecke waren jetzt in der Partie, und die zweite Halbzeit war die deutlich bessere der Grün-Weißen. Vor allem Cicero und Koo sowie der nach einer Stunde eingewechselte Tuncay sorgten für frischen Wind. Dennoch war es Torwart Marwin Hitz, der zuerst eingreifen musste und einen Freistoß der Gäste parierte. Die Antwort folgte prompt: Hatte Cicero bei seinem Kopfball (64.) noch Pech, machte er es vier Minuten später umso spektakulärer. Mit einem Seitfallzieher markierte der Brasilianer das 2:0. Es war die schönste Kombination des Spiels, als Tuncay Mike Könnecke in Szene setzte und dieser auf Cicero flankte, der nicht lange fackelte. Inzwischen drückte der VfL auch auf das dritte Tor. Zwei Minuten vor Abpfiff tauchte Tuncay frei vor dem Gehäuse auf – schoss aus zentraler Position jedoch rüber, so dass es beim 2:0 blieb.

Bernd Hollerbach: "Das Ergebnis geht in Ordnung. Wir haben die Woche hart gearbeitet, da passte dieses Testspiel gut rein. Es war sicher nicht einfach hier zu spielen, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden."

Marcel Schäfer: "Eigentlich ist ein 2:0 zu wenig, wir hätten das noch einfacher spielen müssen. Aber bei den Platzverhältnissen war es schwierig. Dennoch haben wir gut gearbeitet und sind ordentlich in die Partie gekommen."

Wolfsburg: Hitz - M. Schulze, Knoche, Madlung, M. Schäfer - Josué (45. Riether) - Dejagah (45. Cicero), Kahlenberg (60. Tuncay) - Diego (45. Koo) - Helmes, Grafite (45. Könnecke)
Tore: 0:1 Helmes (11.), 0:2 Cicero (68.)