Beim beeindruckenden 5:1-Auswärtssieg des FC Bayern München in Bochum legte Stürmer Mario Gomez mit seinem Treffer in der 23. Minute den Grundstein für den hochverdienten Erfolg.

Der 24-Jährige erzielte damit seinen vierten Bundesliga-Treffer in Folge und ist mit elf Pflichtspieltoren der beste Torjäger in Reihen des Rekordmeisters.

Inklusive des souveränen 4:1-Sieges in Turin und der damit verbundenen Qualifikation für das Achtelfinale in der Champions League hat München nun seit neun Spieltagen nicht mehr verloren.

Nach dem Spiel analysierte Mario Gomez das ungleiche Aufeinandertreffen gegen den VfL. An die Herbstmeisterschaft glaubt er übrigens nicht mehr.

Frage: Mario Gomez, die letzte Woche ließ den FC Bayern in einem guten Licht erstrahlen...

Mario Gomez: Ja sicher. Wir hatten eine sehr schöne Woche hinter uns mit vielen Auswärtstoren. Über mein Tor freue ich mich natürlich sehr.

Frage: War das Spiel in Bochum letztendlich doch nicht so schwer wie Ihr Trainer Louis van Gaal es im Vorfeld beschworen hatte?

Gomez: Wir haben einfach keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass wir dieses Spiel gewinnen wollten. Wir haben richtig gut mit Power gespielt, Chancen herausgespielt und natürlich auch Tore gemacht. Wir hätten eigentlich noch höher gewinnen müssen.

Frage: Die Bayern haben endlich die Tabellenspitze wieder im Visier. Ihr Team hat nur noch zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Leverkusen. Wie wichtig wäre der Gewinn der Herbstmeisterschaft?

Gomez: Natürlich haben wir im Laufe der Saison auch schon Punkte verschenkt. Das ist ärgerlich. Aber wir haben auch erst zwei Spiele verloren. Es gibt allerdings auch andere starke Teams. Leverkusen hat zum Beispiel noch gar nicht verloren. Aber das ist jetzt nicht wichtig. Sicherlich ist es schöner, von Platz 1 aus zu spielen. Am wichtigsten ist es, dass wir im Mai 2010 auf dem 1. Platz sind. Ich glaube nicht, dass es in diesem Jahr noch nach ganz oben reicht.

Frage: Wie sehr stand der FC Bayern in den vergangenen Wochen unter Zugzwang?

Gomez: Im Fußball wird es doch immer so dargestellt: Wenn man gewinnt, ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. Wenn man verliert, ist alles schlecht. Das ist bei uns aber nicht so. In der Vorrunde haben wir viel zu viele Punkte verschenkt. Wir hatten viele neue Spieler, einen neuen Trainer, ein neues System. Wir sind aber auf einem sehr guten Weg, unsere Ziele zu erreichen.

Frage: Ihre Mannschaft wollte die letzten beiden Spiele in der Hinrunde unbedingt gewinnen. Drei Punkte sind nun schon auf dem Konto des FC Bayern. Wie gehen Sie in das letzte Heimspiel gegen den Tabellenletzten Hertha BSC?

Gomez: 50 Prozent haben wir jetzt schon erreicht, das erste Spiel ist gewonnen. Das letzte Hinrundenspiel nächsten Samstag gegen Hertha wird sehr schwer. Die Partie der Berliner gegen Leverkusen hat gezeigt, wie gut die Mannschaft ist.

Aufgezeichnet von Vera Schmidt