So etwas erlebt Franck Ribery nur selten. Gegen den FC Barcelona musste der Franzose über weite Strecken mehr verteidigen, als mit seinem Angriffswirbel für Torgefahr zu sorgen.

Dazu hat ihm Barcelonas Lionel Messi im Stadion Camp Nou deutlich die Show gestohlen. Aber Ribery trägt die Niederlage mit Fassung. Im Interview analysiert er das Spiel und zollt dem Gegner Respekt.

Frage: Wie fällt ihr Fazit nach der bitteren Pleite in Barcelona aus?

Franck Ribery: Es war ein sehr schweres Spiel. Aber okay, das ist halt der FC Barcelona, eine starke Mannschaft. Wir waren immer einen Schritt zu spät. Und dann haben sie den Ball laufen gelassen und das Spiel schnell gemacht, so dass wir vor allem in der ersten Halbzeit nur am Verteidigen waren.

Frage: Es muss frustrierend sein, wenn man mit dem FC Bayern so vorgeführt wird?

Ribery: Natürlich hat man den Unterschied gesehen. Wir sind ein gutes Team. Aber Barcelona ist einfach stärker als wir. Wir haben heute gegen einen Top-Mannschaft mit unglaublichen Einzelspielern verloren.

Frage: Sie waren im Angriff zusammen mit Luca Toni ziemlich isoliert.

Ribery: Ja, aber wir hatten heute alle einen schweren Stand. Ich musste meine Angriffe immer weit in der eigenen Hälfte starten, und mich von Spieler zu Spieler kämpfen. Das war nicht einfach. Aber so läuft es manchmal.

Frage: Wie erleben Sie als Spieler so eine Fußball-Demonstration?

Ribery: Das war schon beeindruckend. Ihr Spielweise, wie sie den Ball laufen lassen, das ist schon eine Augenweide.

Frage: Rechnen Sie sich fürs Rückspiel noch Chancen aus?

Ribery: Wir müssen am Wochenende erst einmal in der Bundesliga ran. Da stehen wir unter Druck und müssen gegen Eintracht Frankfurt unbedingt gewinnen. Und danach können wir uns aufs Rückspiel konzentrieren.

Aus Barcelona berichtet Michael Reis