Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat sich mit einem mühsamen 2:2 gegen Molde FK in die Playoffs der Europa League gezittert. Nach dem Spiel stand Nationalspieler Christian Träsch bundesliga.de Rede und Antwort und äußerte sich über die Gründe für den mäßigen VfB-Auftritt und über den Weggang Sami Khediras.

bundesliga.de: Herr Träsch, wie lautet Ihr Fazit nach dem Spiel gegen Molde FK?

Christian Träsch: Das Fazit ist relativ schnell gezogen: Wir sind einfach froh in der nächsten Runde der Europa League stehen, wissen aber natürlich, dass wir uns in den nächsten Wochen steigern müssen.

bundesliga.de: Was waren denn die Ursachen dafür, dass der VfB Stuttgart sich gegen diesen Gegner so schwer getan hat?

Träsch: Das Problem war in erster Linie, dass wir kurz vor dem Halbzeitpfiff in Rückstand geraten sind. Das hat unserem Spiel nicht gut getan, und die Norweger wurden immer sicherer in ihren Aktionen.

bundesliga.de: Molde FK präsentierte sich erstaunlich kaltschnäuzig…

Träsch: Das stimmt. Die haben jeden Fehler von uns eiskalt ausgenutzt und Fehler haben wir einfach zu viele gemacht.

bundesliga.de: Kann es sein, dass die Erwartungshaltung der VfB-Anhänger im Vorfeld des Spiels zu groß war?

Träsch: Natürlich hat jeder gedacht, dass wir die Norweger im Vorbeigehen schlagen. Aber so schwach war Molde nicht, speziell im schnellen Spiel nach vorne haben sie ihre Qualitäten, das hat jeder gesehen. Aber letztlich sind wir weiter, und das ist das was zählt.

bundesliga.de: Wie hat die Mannschaft intern eigentlich den Weggang von Sami Khedira aufgenommen?

Träsch: Natürlich sind wir traurig, dass Sami nicht mehr da ist. Aber wie unser Trainer Christian Gross gesagt hat: Wenn Real Madrid sich meldet, fällt es sehr schwer nein zu sagen.

bundesliga.de: Und wie sehr fehlt Khedira dem Stuttgarter Spiel?

Träsch: Natürlich ist er nicht einfach gleichwertig zu ersetzen. Die ganze Mannschaft muss gemeinsam Samis Fehlen kompensieren - und das wird uns sicher gelingen.

bundesliga.de: Sie haben heute auf der rechten Außenbahn als Verteidiger gespielt. Ihr Sportdirektor Fredi Bobic sieht Sie eher zentral defensiv im Mittelfeld. Was ist denn Ihre Lieblingsposition?

Träsch: Prinzipiell spiele ich dort, wo mich der Trainer hinstellt. Allerdings habe ich nichts dagegen im Mittelfeld zu spielen, ich denke, dass ich auch dort der Mannschaft durchaus helfen kann.

bundesliga.de: Herr Träsch, eine letzte Frage: Der Liverpooler Phillip Degen steht als erster VfB-Neuzugang fest. Wünschen Sie sich jetzt noch weitere Verstärkungen.

Träsch: Diese Frage kann ich nicht beantworten, da müssen die dafür Verantwortlichen entscheiden.

Das Gespräch führte Jens Fischer