Roland Kentsch, Geschäftsführer von Arminia Bielefeld, spricht im Interview über die Neuzugänge, langfristige Ziele und die anstehende Partie gegen Köln.

bundesliga.de: Arminia Bielefeld hat nach vier Spieltagen noch keinen Sieg feiern können, obwohl die Leistungen zuletzt recht ordentlich waren. Wann platzt der Knoten?

Roland Kentsch: Ich hoffe, dass der Knoten schon am Samstag im Heimspiel gegen Köln platzt, es ist wichtig für uns, dass wir die Heimspiele gewinnen, weil auswärts sind wir in den letzten Monaten nicht so erfolgreich gewesen. Wir sind leistungsmäßig sehr ordentlich in die Saison gestartet, haben jetzt am Sonntag eine eher schlechtere Partie gesehen.

bundesliga.de: Die Arminia hat auf dem Transfermarkt Qualität eingekauft. Spieler wie Berat Sadik, Michael Lamey, Chris Katongo und Alexander Laas stehen für Qualität. Inwiefern sind diese Spieler schon Verstärkungen?

Kentsch: Der eine oder andere hat schon gezeigt, dass er die Optionen für den sportlichen Bereich bereichert. Gerade mit dem Chris Katongo haben wir einen sehr vielseitigen Spieler verpflichten können, der sowohl vorne im Sturm direkt als auch im etwas vorgezogenen Mittelfeld auf beiden Seiten rochieren kann, der einfach dafür sorgt, dass unser Spiel etwas weniger ausrechenbar wird. Sadik hat gezeigt, dass er am Sonntag als er die letzte halbe Stunde gespielt hat, mit seiner körperlichen Präsenz im Sturm für Unruhe sorgen kann. Ich glaube, dass wir insgesamt qualitativ etwas besser aufgestellt sind als in der vergangenen Saison, deshalb sind wir auch nicht deprimiert, dass wir jetzt erst zwei Punkte haben.

bundesliga.de: Die Anstrengungen eines jeden Clubs, der in den vergangenen Jahren Auf- und Abstiege erleben musste, ist, mittel- bis langfristig sich in der Bundesliga zu etablieren. Wie weit ist dieser Prozess bei der Arminia fortgeschritten und gibt es Vorbilder?

Kentsch: Für einen Club wie Arminia Bielefeld wird es immer schwer sein, sich langfristig in der Liga zu etablieren, das haben wir auch in der vergangenen Saison gesehen, als alles an einem seidenen Faden hing. In den Jahren zuvor war es etwas einfacher für uns. Aber man muss einfach die Strukturen in der Liga sehen: Wir sind mit unseren etwa 35 Millionen Euro Umsatz, die wir im vergangenen Geschäftsjahr realisieren konnten, in etwa auf der Hälfte des Durchschnitts der Liga. Das gleiche gilt natürlich für die Möglichkeiten beim Personalaufwand für die Spieler. Damit ist man tendenziell einfach immer etwas mehr gefährdet als andere, beim Abstiegskampf dabei zu sein.

bundesliga.de: Kölns letzter Sieg auf der Alm liegt fast 12 Jahre zurück: was spricht dafür, dass das nach Samstag auch so bleibt?

Kentsch: Die Kölner haben eine sehr, sehr gute Mannschaft. Der Club hat genauso wie das Umfeld natürlich den Anspruch, dass sie diesmal die Klasse halten. Ich glaube aber, dass wir mit unseren Fans im Rücken von Anfang an so dominant auftreten werden, dass die Kölner am Ende keine Chance haben werden.