Darmstadt - Drei Spieltage vor Schluss hat der SV Darmstadt 98 das wichtige Derby gegen Eintracht Frankfurt verloren. Torwart Christian Mathenia zeigt dabei eine starke Partie. Im Interview erklärt er, warum die Partie verloren ging und was ihm im Abstiegskampf dennoch Mut macht.

bundesliga.de: Herr Mathenia, das war das Spiel zweier sehr unterschiedlicher Halbzeiten, oder?

Christian Mathenia: Das stimmt leider. Wir sind gut in die Partie gekommen, dann haben wir uns aber zu weit hinten rein drängen lassen und waren wir nicht mehr ganz so konsequent.

bundesliga.de: War der verschossene Elfmeter von Sandro Wagner der Knackpunkt?

Mathenia: Zumindest gehen wir dann mit 2:0 in die Halbzeit. Ich selbst habe den Elfer auch gar nicht gesehen, ich habe mich umgedreht, weil so nervös war. Sandro hat jedenfalls Verantwortung übernommen. Aber Sandro hat in dieser Saison schon genug für uns geleistet. Es ist kein Problem, dass er verschossen hat.

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bundesliga.de: Wie ordnen Sie die Niederlage ein? So kurz vor Ende der Saison kommt eine Heimniederlage gegen einen Konkurrenten eher zur Unzeit, oder?

Mathenia: Natürlich, aber andererseits hat sich an unserer Situation nichts Gravierendes geändert. Wir sind immer noch zwei Punkte voraus. Jetzt fahren wir nach Berlin und versuchen, da etwas mitzunehmen.

bundesliga.de: Beide Gegentore fielen nach Standards...

Mathenia: Das sind Dinge, die passieren, die wir aber jetzt unter der Woche aufarbeiten werden.

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bundesliga.de: Macht sich jetzt Nervosität breit?

Mathenia: Das glaube ich nicht. Wir wissen hier alle, was auf uns zukommt. Wir haben uns das zwar alles anders vorgestellt, aber wir haben in dieser Saison schon so oft Tiefschläge hinnehmen müssen, nach denen wir wieder aufgestanden sind. Ich bin mir sicher, dass wir auch in Berlin wieder eine Reaktion zeigen werden. Wir haben aber immer noch eine gute Punktzahl. Es geht weiter, das steht mal fest.

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bundesliga.de: Was stimmt Sie optimistisch im Abstiegskampf?

Mathenia: Hätte mir einer vor der Saison gesagt, dass wir zwei Spiele vor Saisonende noch alles selbst in der Hand haben, hätte ich das sofort unterschreiben. Jeder bei uns, ob Staff, Spieler oder Trainer, weiß, woran wir sind. Ich hoffe, dass alle an einem Strang ziehen, viele Fans mitreisen und auch in Berlin wieder eine Bombenstimmung herrscht.

Aus Darmstadt berichtet Christoph Ruf