Für den Hamburger SV gilt es, im Halbfinal-Rückspiel gegen Werder Bremen den Traum von zumindest einem Titel am Leben zu erhalten. Denn nach dem Ausscheiden gegen Werder im DFB-Pokal und der wohl verpassten Meisterschaft bleibt "nur" noch der UEFA-Pokal.

Doch die Spieler und Verantwortlichen bleiben dabei ganz entspannt. Von Druck ist nichts zu spüren. So zeigte sich auch Abwehrchef Joris Mathijsen nach dem Abschlusstraining im bundesliga.de-Interview locker und gelöst.

bundesliga.de: Wie ist die Stimmung in der Mannschaft?

Joris Mathijsen: Wir sind alle ganz entspannt. Alle freuen sich auf die Partie gegen Werder. Denn es ist wieder ein "Spiel des Jahres".

bundesliga.de: Ist es auch für Sie das "Spiel des Jahres"?

Mathijsen: Ja, morgen ist es das. Sollten wir weiterkommen, ist es natürlich das Finale. Aber wenn man mit einem 1:0-Vorsprung in ein Halbfinale des UEFA-Pokals geht, dann kann man wohl von einem großen Spiel sprechen.

bundesliga.de: Es ist das dritte von insgesamt vier Derbys innerhalb kürzester Zeit. Ist es deshalb etwas Besonderes?

Mathijsen: Nein, etwas Besonderes ist es nicht. Aber wenn man vier Mal in 19 Tagen gegen Bremen spielt, und dann noch in einem Halbfinale, dann ist es schon ungewöhnlich. Aber wir haben genauso trainiert und uns genauso vorbereitet wie immer.

bundesliga.de: Haben Sie aus den beiden vorangegangenen Spielen gegen Bremen irgendwelche Lehren gezogen?

Mathijsen: Nein. Wir haben beide Partien analysiert. Wir kennen die Spieler und wir wissen wie Bremen agiert. Fehler können immer passieren. Wir haben welche gemacht und das sollten wir jetzt vermeiden.

bundesliga.de: In wie weit beruhigt Sie der 1:0-Hinspielerfolg?

Mathijsen: Vielleicht ist es ganz gut, dass wir nur mit einem Tor Unterschied gewonnen haben. Denn Bremen ist immer in der Lage, zwei oder drei Tore zu schießen. Deshalb wissen wir, dass wir von Beginn an hellwach sein müssen.

bundesliga.de: Warum zieht der HSV ins Finale ein?

Mathijsen: Wir führen 1:0 und haben ein Heimspiel. Die Truppe ist super und wir sind überzeugt, dass wir es schaffen.

Aus Hamburg berichtet Michael Reis