Nach der 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln war Jürgen Klinsmann am Sonntag im DSF-Doppelpass zugeschaltet.

Der Trainer des FC Bayern äußerte sich dabei unter anderem zum verlorenen Spiel am Samstag, zu den jüngsten Schiedsrichterentscheidungen und zu aufkommender Kritik an seiner Person.

Das sagte Jürgen Klinsmann...

...zur Niederlage gegen den 1.FC Köln:

"Was am Samstag wirklich schlecht war, war die Tatsache, dass wir nach dem 1:0 der Kölner nicht mit dem richtigen Kampf und Aggressivität reagiert haben. Wir haben immer noch gemeint, wir spielen die mal so locker her. Das funktioniert nicht in der Bundesliga, wenn man nicht sofort in die Zweikämpfe geht und nicht sofort versucht, dem Gegner den Schneid abzukaufen, sondern die Dinge nur spielerisch lösen will. Das kann man nur, wenn man bereits 1:0 oder 2:0 vorne liegt. Da muss die Mannschaft mit sich ins Gericht gehen. Wir haben heute besprochen, dass wir uns so etwas in der Zukunft nicht mehr erlauben können. Es ist klar, dass es uns ungemein nervt, nicht nur verloren zu haben, sondern auch eine weitere Chance vertan zu haben, Tabellenführer zu werden. Der Stachel sitzt tief, aber auf der anderen Seite wissen wir, dass noch gar nichts verloren ist. Wir müssen jetzt selbstkritisch sein, die Kritik annehmen und richtig nachlegen."

...über den Zustand der Mannschaft:

"Ich glaube nach wie vor, dass wir auf einem guten Weg sind, aber wir müssen uns jetzt einfach sputen. Wir müssen die Zeichen erkennen und dürfen uns so etwas wie gegen Köln nicht mehr erlauben. Da müssen wir die richtige Reaktion zeigen. Das geht natürlich los mit dem Spiel am Mittwoch gegen Lissabon, aber vor allem auch am Sonntag beim Spiel gegen Werder Bremen. Wir haben viel vor in den nächsten Wochen. Noch ist nichts verloren, doch wir müssen uns jetzt wirklich sputen, um wieder in die Spur zu kommen, in der wir im Oktober, November, Dezember des vergangenen Jahres waren."

...zu seiner eigenen Person:

"Ich stelle mich der Kritik, von wem auch immer sie kommen mag. Das ist absolut okay. Ich weiß, dass ich an Ergebnissen gemessen werde. Das ist kein Problem."

...zu den Aussagen Karl-Heinz Rummenigges in der abgelaufenen Woche:

"Die Dinge, die Karl-Heinz gesagt hat, sind vollkommen richtig und unter uns abgesprochen. Es ist auch richtig so, dass die Chefs, vor allem also Rummenigge und Hoeneß, die Dinge nach außen transportieren. Als Trainer des FC Bayern muss man sich natürlich den höchsten Ansprüchen stellen. Das tue ich und bin sehr zuversichtlich, dass wir auch den einen oder anderen Titel einfahren werden."

...zur Rotation in seinem Kader:

"Wir spielen in den nächsten 21 Tagen sieben Spiele. Da ist es völlig klar, dass es in den kommenden Wochen immer wieder zu Positionswechseln kommen wird. Deshalb saß zum Beispiel Lucio auf der Bank, um ihn für Mittwoch zu schonen. Es wird keine große Rotation geben, aber auf ein, zwei, drei Positionen wird es immer wieder einen Wechsel geben."