Nach zwei Siegen hintereinander kassierte Hannover 96 beim VfB Stuttgart eine klare Niederlage und steckt weiter mittendrin im Abstiegskampf.

Im Interview mit bundesliga.de äußert sich Hannovers Holländer Arnold Bruggink über die Gründe für die Pleite und über die kommenden Wochen. Mit dem 1. FC Köln wartet auf die "Roten" am nächsten Samstag ein enorm wichtiges Spiel, wie auch Bruggink weiß.

bundesliga.de: Herr Bruggink, wie lautet Ihr Fazit nach der bitteren Niederlage beim VfB Stuttgart?

Arnold Bruggink: Natürlich ist es sehr enttäuschend hier zu verlieren, aber noch viel enttäuschender ist die Art und Weise, wie wir verloren haben.

bundesliga.de: Können Sie das präzisieren?

Bruggink: Wenn man gegen den Abstieg spielt, muss man kämpfen bis zum Umfallen und alles tun, um Punkte zu sammeln. Wir waren gegen den VfB viel zu passiv in den Zweikämpfen und haben uns zudem noch viel zu wenige Torchancen herausgearbeitet.

bundesliga.de: Dabei hatte die Partie für ihre Mannschaft gut begonnen. Sie haben dem VfB in den ersten Minuten durchaus Paroli geboten.

Bruggink: Da gebe ich Ihnen recht. Wir hatten sogar die große Chance zur Führung, und wenn Ya Konan trifft, dann geht das Spiel vielleicht anders aus.

bundesliga.de: Dennoch muss man sagen; Ihre Mannschaft hat sich einfach auch zu viele leichte Fehler erlaubt.

Bruggink: Vor allem der Fehlpass vor dem 2:0 war natürlich schlecht. Danach haben wir zwar versucht, uns noch einmal aufzubäumen, aber es ging dann nicht mehr viel nach vorne.

bundesliga.de: In den letzten beiden Spielen vor Stuttgart hatte Hannover zwei Sieg eingefahren. Ihre Selbstvertrauen hätte doch eigentlich intakt sein müssen...

Bruggink: Natürlich war es wichtig, in Freiburg und gegen Frankfurt zu gewinnen. Aber man muss auch sagen, dass diese beiden Mannschaften nicht die Qualität von Stuttgart haben. Klar ist: Wir müssen uns in den kommenden Wochen steigern.

bundesliga.de: Ist das nächste Heimspiel gegen den 1. FC Köln schon so eine Art Schicksalsspiel?

Bruggink: So drastisch würde ich das nicht sehen, aber gewinnen sollten wir schon. Schließlich spielen auch die Kölner noch gegen den Abstieg.

Aus Stuttgart berichtet Jens Fischer