München - Der VfB Stuttgart kassiert gegen den SC Freiburg eine ganz bittere Niederlage im Abstiegskampf. Borussia Dortmund feiert beim VfL Wolfsburg einen beeindruckenden Sieg und bleibt einsamer Spitzenreiter. Im Verfolgerduell zwischen Leverkusen und Hannover behauptet die "Werkself" den 2. Tabellenplatz. Bayern München dreht die Partie in Bremen und erobert Rang 3. bundesliga.de präsentiert die Reaktionen zu den Partien des 20. Spieltags.

VfB Stuttgart - SC Freiburg 0:1 (0:1)

Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): Wir haben die erste Halbzeit verschlafen, wir waren zu mutlos, wir haben nicht nach vorne attackiert und sind zurückgewichen. Da haben wir das Spiel verloren. Wenn man mit zwölf Punkten in die Rückrunde startet, hat man den Druck. Wir liegen am Boden und müssen nun aufstehen.

Robin Dutt (SC Freiburg): Wir waren in der 1. Halbzeit gut im Spiel, hatten gleich zwei gute Chancen und haben ein schön herausgespieltes Tor erzielt. Das war nicht nur schön, sondern wichtig. Denn in der 2. Halbzeit hat sich das Blatt gewendet. Insofern war der Sieg auch etwas glücklich.


Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 0:1 (0:0)

Michael Skibbe (Eintracht Frankfurt): Das war einfach ein guter Konter. Wir hatten eine Masse mehr Möglichkeiten und hätten das Spiel gewinnen müssen. Wir hatten das Spiel in der 1. Halbzeit total in der Hand gehabt. Es ist sehr schade, dass wir nach drei Spielen noch immer ohne Punkt dastehen.

Michael Frontzeck (Borussia Mönchengladbach): Wir haben heute wie auch in Nürnberg das Glück gehabt, was uns in der Hinrunde abgegangen ist. Der Klassenerhalt wird trotzdem eine schwierige Aufgabe, aber wir haben den Anschluss geschafft. Wir wollen das, was wir uns auswärts erarbeitet haben, nun mit dem ersten Heimsieg bestätigen.


VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund 0:3 (0:2)

Trainer Steve McClaren (VfL Wolfsburg): Dortmund war das beste Team, gegen das wir in dieser Saison gespielt haben. Wir hatten viele Probleme mit Verletzten, und man hat heute gesehen, dass unser Kader zu dünn besetzt ist.

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Ich bin sehr zufrieden damit, wie wir hier aufgetreten sind. Die Mannschaft hat richtig, richtig gut gespielt. Sie hat in keiner Phase nachgelassen und ist dafür belohnt worden.


1. FC Kaiserslautern - 1. FSV Mainz 05 0:1 (0:1)

Trainer Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): In der ersten Halbzeit haben wir nicht so viel verkehrt gemacht, bis auf die schlechte Verteidigung beim 0:1. In der zweiten Halbzeit haben wir durch schlechtes Passspiel den Mainzern die Chance zum 0:2 gegeben. Die Mannschaft hat dann aber versucht, den Weg nach vorne zu finden. Das Quentchen Glück hatten wir aber nicht."

Trainer Thomas Tuchel (FSV Mainz 05): Ich bin froh, dass wir nach den zwei Niederlagen wieder gewonnen haben. Die Mannschaft hat sich für den Aufwand belohnt. Wir hatten zu Beginn der zweiten Halbzeit die Chance zur Vorentscheidung. Dass es dann in Kaiserslautern noch eng werden kann, ist klar. Am Ende hatten wir das Quentchen Glück.


SV Werder Bremen - FC Bayern München 1:3 (0:0)

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Wir haben eine gute Reaktion auf die 0:3-Niederlage gegen Köln gezeigt. Am Ende hat es aber leider nicht gereicht. Nach dem 1:0 hätten wir mehr Druck aufbauen müssen. Am Ende haben wir unglücklich verloren.

Trainer Louis van Gaal (Bayern München): Bremen war in den ersten 20 Minuten stärker. Aber dann haben wir taktisch etwas umgestellt und wurden besser. Nach dem 0:1 zu Beginn der zweiten Hälfte hat meine Mannschaft den Druck erhöht und bedeutend aggressiver gespielt. Am Ende haben wir verdient gewonnen. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft.


FC Schalke 04 - 1899 Hoffenheim 0:1 (0:1)

Trainer Felix Magath (Schalke 04): Hoffenheim hat wenig zugelassen, wir haben aber auch wenig versucht. Es war eine enttäuschende Leistung, für die wir auch keinen Punkt verdient hatten.

Trainer Marco Pezzaiuoli (1899 Hoffenheim): Ich bin sehr zufrieden. Wir haben es über 90 Minuten geschafft, zu Null zu spielen. Wir waren sehr dominant, sehr kompakt, hatten ein sehr gutes Positionsspiel und haben wenig zugelassen. Allerdings haben wir es versäumt, in der ersten Halbzeit den Deckel zuzumachen, als wir drei, vier hundertprozentige Möglichkeiten hatten.


FC St. Pauli - 1. FC Köln 3:0 (2:0)

Trainer Holger Stanislawski (FC St. Pauli): Wir haben fast die komplette Partie eine große Dominanz gezeigt. Wir sind sehr zufrieden. Die Leistungskurve zeigt in die richtige Richtung, es gibt aber keinen Grund zur Euphorie.

Trainer Frank Schaefer (1. FC Köln): Es gibt Tage, an denen es nichts zu beschönigen gibt. Wir haben ein ganz, ganz schwaches Spiel gemacht und auch in der Höhe verdient verloren. St. Pauli hat uns ein Lehrbeispiel dafür gegeben, wie man in so einem Abstiegsduell auftreten muss.


1. FC Nürnberg - Hamburger SV 2:0 (0:0)

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): Das war ein verdienter Sieg für uns. Wir sind in der ersten Halbzeit nicht gut ins Spiel gekommen. Das war fußballerisch nicht das, was ich mir vorstelle. In der zweiten Halbzeit haben wir aber einen Gang hoch geschaltet. Das war ein Sieg der Moral und des Charakters. Trotz der Enttäuschung unter der Woche ist es ein schönes Wochenende geworden.

Trainer Armin Veh (Hamburger SV): Wir wollten ganz anders auftreten. Wir haben nicht ansatzweise das gezeigt, wozu wir fähig sind. Nürnberg war trotz 120 Minuten Pokalspiel auf Schalke besser. Man hat keinen psychologischen Vorteil für uns gesehen. Ich dachte, dass wir 200 Minuten in den Knochen haben. Wir waren viel zu lethargisch. Der "Club" hat mit seinen Mitteln alles richtig gemacht. Für uns ist das sehr enttäuschend.


Bayer 04 Leverkusen - Hannover 96 2:0 (2:0)

Trainer Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): Es standen zwei gute Mannschaften auf dem Feld. Es war viel Arbeit für uns, diese Mannschaft zu schlagen. Sie war sehr laufstark und homogen. Ich denke, dass wir sehr clever gespielt, kompakt gestanden und diszipliniert gespielt haben. Es war auch bedeutend, dass wir zu Null gespielt haben.

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): Der unbedingte Wille, ein Tor erzielen zu wollen, hat gefehlt. Und bei den Gegentoren müssen wir einfach besser verteidigen. Leverkusen hat dann die individuelle Klasse, das zu nutzen.

Michael Ballack (Bayer Leverkusen): Ich bin froh, dass ich von Anfang an gespielt und das Vertrauen vom Trainer erhalten habe. Ich wusste natürlich nicht, wo ich stehe. Der Trainer hatte ein Gespür dafür, ich war ja lange verletzt. Es gab aber keine Probleme. Ich war nur gewohnt, immer von Beginn an zu spielen.