Bei Borussia Mönchengladbach schien der Abstieg vor Wochen schon kein Thema mehr zu sein. Doch nach vier Spielen ohne Sieg schauen die "Fohlen" in der Tabelle wieder auf die Teams auf den hinteren Rängen.

Da kam das Spiel beim Tabellennachbarn 1. FC Köln gerade recht. Gegen keinen Verein in der Bundesliga haben die Borussen eine so positive Bilanz. Von 75 Spielen hatten sie immerhin 40 gewonnen und verließen nur 21 mal als Verlierer das Spielfeld.

"Köln auf Abstand gehalten"

In der Domstadt wurde bei 20 Siegen und fünf Unentschieden nur zwölf Mal verloren. Und auch im 76. rheinischen Derby sah es nach einem Erfolg aus, bis Maniche in der 79. Minute das 1:0 von Marco Reus egalisierte.

"Wir haben uns zu tief fallen lassen, um das 1:0 zu verteidigen", erklärt ein enttäuschter Thorben Marx, warum es nur zu einem Punkt langte, obwohl die Gäste-Abwehr nur drei Torschüsse der Gastgebe zuließ. Positiv an dem Remis sei, "dass wir Köln in der Tabelle auf Abstand gehalten haben".

Frage: Herr Marx, sind Sie mit dem 1:1 zufrieden?

Thorben Marx: Nein, ich bin enttäuscht. Wir haben 1:0 geführt und den Gegner eigentlich jederzeit beherrscht. Da kann man mit einem Punkt nicht zufrieden sein.

Frage: Woran lag es, dass es am Ende doch nicht zu drei Punkten gereicht hat?

Marx: Wir haben uns zu tief fallen lassen, um das 1:0 zu verteidigen und drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Dadurch haben wir die Kölner eventuell noch einmal ins Spiel kommen lassen.

Frage: Sie sind jetzt fünf Spiele ohne Sieg. Hat man in Mönchengladbach das Thema Abstieg zu früh zu den Akten gelegt?

Marx: Nein, das garantiert nicht. Wir hatten vor diesem Spiel doch gerade mal 30 Punkte. Da darf man sich nicht in Sicherheit wiegen. Das einzig Gute an dem 1:1 ist, dass wir Köln in der Tabelle auf Abstand gehalten haben.

Frage: Sie haben fünf Wochen wegen einer Verletzung gefehlt und heute gleich 90 Minuten durchgespielt. Wie fühlen Sie sich?

Marx: Ich fühle mich gut und freue mich, 90 Minuten durchgehalten zu haben. Von der Verletzung war nichts mehr zu spüren.


Aus Köln berichtet Jürgen Blöhs