Was für ein Einstand für den Interimshäuptling! In seinem ersten Pflichtspiel als Kapitän überzeugte Bochums Christoph Dabrowski nicht nur als Vorbild, Kämpfer und Staubsauger vor der Abwehr. Er erzielte auch den 2:1- Endstand gegen Schalke.

Im Interview äußert er sich zu den Gefahren des Derbysiegs und der Ausgangslage vor dem Auswärtsspiel in Bielefeld.

Frage: Christoph Dabrowski, wie viel Selbstbewusstsein verleiht ein Erfolg gegen den FC Schalke 04?

Christoph Dabrowski: Natürlich setzt der viele Energien frei und ich hoffe, dass sich das jetzt in Bielefeld bemerkbar macht.

Frage: Besteht nicht die Gefahr, dass man mit einem Derbysieg im Rücken die immens wichtige Aufgabe in der SchücoArena auf die lockere Schulter nimmt?

Dabrowski: Nein. Jeder in unserer Mannschaft weiß genau, was in Bielefeld zu tun ist. Es ist noch ein langer Weg zum Klassenerhalt. Wir haben noch 14 Endspiele vor der Brust, und das aktuell wichtigste findet am Samstag bei der Arminia statt.

Frage: Wie kann man den Gegner vom Samstag charakterisieren?

Dabrowski: Bielefeld ist ein unangenehmer Gegner. Sie spielen sehr kompakt und haben eine gute Aufteilung. Wenn sie einen Ball abgefangen haben, geht es schnell nach vorne. Die Handschrift von Trainer Michael Frontzeck ist zu erkennen. Und vorne steht Artur Wichniarek meist goldrichtig. Er nutzt seine Chancen eiskalt. Sollte er spielen, müssen wir ihn unbedingt ausschalten.

Frage: Stanislav Sestak steht auch am Samstag wegen einer Gelbsperre nicht zur Verfügung. Rechnen Sie noch mit anderen personellen Veränderungen?

Dabrowski: Ich gehe davon aus, dass wir mit einer ähnliche Aufstellung wie gegen Schalke antreten werden. Der Ausfall von Stani ist natürlich sehr schade. Doch jetzt sind eben andere gefragt. Marc Pfertzel und Mergim Mavraj haben am vergangenen Wochenende bewiesen, dass wir einen ausgeglichenen Kader mit viel Qualität haben. Jetzt bekommt eben ein anderer eine Chance.