Zum ersten Mal seit Borussia Dortmund 2002 steht mit Werder Bremen ein deutsches Team in einem Europacup-Finale. Die "Grün-Weißen" greifen nach dem spannenden und umkämpften 3:2-Erfolg beim Hamburger SV am 20. Mai in Istanbul nach dem UEFA-Pokal. bundesliga.de präsentiert die Reaktionen beider Seiten:

Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen): Man muss beiden Mannschaften ein Kompliment machen. Im 49. Saisonspiel immer noch solche Wege zu gehen, ist sensationell. Es war ein tolles und offenes Spiel, sensationell. Wir haben immer daran geglaubt und immer wieder nachgesetzt, immer wieder nach vorne gespielt. Jetzt müssen wir uns für das Finale sammeln. Für Diego ist es natürlich ein Albtraum. Wir hätten ihn im Finale gut gebrauchen können.

Klaus Allofs (Geschäftsführer Werder Bremen): Wir hatten auch letzte Woche schon gesagt, dass wir nicht ohne Hoffnung nach Hamburg fahren, obwohl die Ausgangssituation nicht optimal gewesen ist. Und heute hat sich auch wieder gezeigt, was sich zuletzt schon andeutete: Beide Teams tun sich auswärts etwas leichter.

Tim Wiese (Torwart Werder Bremen) bei Premiere: Das war ein Wahnsinnsspiel. Beide Mannschaften haben super gespielt, am Ende sind wir verdient ins Finale gekommen. Wir sind da, wenn es darauf ankommt - das haben wir heute wieder bewiesen. In solchen Spielen sind wir einfach stärker.

Claudo Pizarro (Stürmer Werder Bremen) bei Premiere: Es ist mental ganz schwierig, wenn man so frühzeitig in Rückstand gerät. Aber wir hatten bis zur letzten Sekunde den Glauben, dass wir es schaffen können. Wir haben spielerisch und mental auf einem ganz hohen Niveau gespielt.

Martin Jol (Trainer Hamburger SV): Wir sind natürlich sehr enttäuscht. Mit etwas Glück hätten wir auch noch mehr Tore erzielen und ins Finale kommen können. Aber Werder war etwas akkurater. Der Schiedsrichter hat leider zweimal nicht aufgepasst: Es war ein reguläres Tor von Gravgaard und ein klarer Elfmeter gegen Jarolim. Wir haben ein großes Gefecht geliefert.

Frank Rost (Torwart Hamburger SV) bei Premiere: Man muss es realistisch einschätzen: Die Mannschaft spielt am Limit und hat Großartiges geleistet. Man hat heute gesehen, dass ein Claudio Pizarro ein Mann ist, der Champions-League-Erfahrung und eine gewisse Klasse hat. Das ist es, was uns manchmal noch fehlt.