Beim VfB Stuttgart ist Thomas Hitzlsperger zum Nationalspieler gereift und erfüllt das Kapitänsamt vorbildlich. Er übernimmt sowohl auf als auch neben dem Platz Verantwortung und überzeugt mit beständig guten Leistungen.

Im Trainingslager sprach er über die Vorbereitung, die Stärken des Teams und seine Ziele mit dem VfB.

Frage: Herr Hitzlsperger, Sie und die Mannschaft sind jetzt seit vier Tagen in Leogang im Trainingslager und waren davor schon eine Woche zusammen in Donaueschingen. Wie sind Ihre Eindrücke bisher?

Thomas Hitzlsperger: Ich muss der ganzen Mannschaft, und damit meine ich neben den Spielern auch das Trainer- und Betreuerteam und alle, die hinter der Mannschaft stehen, ein großes Kompliment machen. Die Stimmung ist toll, alle ziehen voll mit und keiner lässt sich hängen. Die Organisation ist sehr gut und wir Spieler fühlen uns erstklassig versorgt. Obwohl wir jetzt seit gut drei Wochen hart trainieren gibt es kaum Beschwerden. Jeder weiß eben auch, dass es viele Alternativen gibt und sich keiner ausruhen kann, wenn er am ersten Spieltag in Wolfsburg auf dem Platz stehen will.

Frage: Die Qualität stimmt also in der Mannschaft?

Hitzlsperger: Wir haben enorm viel Potenzial im Kader und haben gerade durch die jungen Spieler, die sich im Training und den Testspielen durch gute Leistungen aufdrängen, noch mehr Qualität dazubekommen. Ein Neuzugang gerade im Sturm mit Topqualität würde uns absolut weiterhelfen. Man muss aber auch sehen, was finanziell möglich ist. Wir dürfen uns da nicht verrückt machen lassen, auch wenn es noch etwas dauern sollte.

Frage: Vergangene Saison wurden Sie nach einer durchwachsenen Hinrunde am Ende noch Dritter. Was ist dieses Jahr das Ziel?

Hitzlsperger: Für die anstehende Saison haben wir viele Ziele! Im August stehen die wichtigen Qualifikationsspiele in der Champions League an, die wir unbedingt für uns entscheiden wollen. In der Bundesliga wollen und können wir ganz oben mitspielen. Es kann ja nicht sein, dass wir nach dem 3. Platz aus der letzten Saison unsere Ziele nach unten korrigieren. Ich würde nie sagen, dass wir der Topfavorit auf die Meisterschaft sind. Aber wir glauben immer an uns und wissen, was wir können. Das war nach der Hinrunde so, als wir auf einem zweistelligen Tabellenplatz standen und am Ende hat man ja gesehen, was dabei raus kam. Wir sind geduldig und machen uns nicht verrückt, auch wenn es mal nicht so gut läuft.