München - Von den ersten fünf Mannschaften in der Tabelle kann nur Hannover einen Sieg einfahren, die Bayern verlieren in Köln nach 2:0-Führung, im Revierderby verpasst Borussia Dortmund nur knapp den zweiten Saisonsieg über Schalke 04. Und im Nachholspiel am 16. Februar schlägt der FC St. Pauli den großen Nachbarn vom Hamburger SV. bundesliga.de präsentiert die Reaktionen zu den Partien des 21. Spieltags.

Hamburger SV - FC St. Pauli 0:1 (0:0)

Trainer Armin Veh (Hamburger SV): Das ist eine ganz bittere Niederlage. Durch das Gegentor waren wir etwas geschockt. Vorher haben wir nichts zugelassen und waren die klar bessere Mannschaft. Das müssen wir jetzt verkraften. Am Samstag haben wir wieder ein wichtiges Spiel gegen Bremen.

Holger Stanislawski (FC St. Pauli): Das ist für einen kleinen Stadtteilclub etwas besonderes. Es war aber auch viel Glück dabei. Wir waren in der ersten Halbzeit zu passiv. In der zweiten Halbzeit haben wir aber viele gute Sachen gemacht. Wir haben ein Stück Geschichte geschrieben.


SC Freiburg - Eintracht Frankfurt 0:0

Robin Dutt (Trainer SC Freiburg): Beide Mannschaften haben über einen langen Zeitraum in der Defensive viel richtig gemacht. Es ist deshalb oft zu langen Bällen gekommen, die beide Abwehrreihen vor keine großen Probleme gestellt hat. Deshalb denke ich, dass das 0:0 in Ordnung geht.

Michael Skibbe (Trainer Eintracht Frankfurt): Ich bin nicht unzufrieden damit, dass wir den ersten Punkt im Jahr 2011 geholt haben. In der ersten Halbzeit haben wir richtig gut gespielt und uns ein paar gute Tormöglichkeiten erarbeitet. In der zweiten Halbzeit ist das Spiel insgesamt schlechter geworden. Am Ende bin ich froh, dass kurz vor Schluss nicht noch ein Ball reingerutscht ist.


Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart 2:3 (2:0)

Michael Frontzeck (Trainer Borussia Mönchengladbach): Das war wieder ein bitterer Abend. Wir haben schon einige Nackenschläge hinnehmen müssen, aber das heute war schon ein Klotz. Wir hatten uns vorgenommen auf das dritte Tor zu spielen, nach dem Anschluss war dann allerdings die Verunsicherung zu spüren. Das sind keine Durchhalteparolen, aber es sind noch 13 Spiele.

Bruno Labbadia (Trainer VfB Stuttgart): Wir sind aus dem Nichts in Rückstand geraten. Wichtig war es, in der Halbzeit Ruhe zu bewahren. Wir haben noch einen langen Weg vor uns.


1. FC Köln - FC Bayern München 3:2 (0:2)

Frank Schäfer (Trainer 1. FC Köln): Die drei Punkte sind sehr wichtig für uns, vor allem weil wir nicht davon ausgehen konnten. Es war ein sehr intensives und emotionales Spiel und ein Wechselbad der Gefühle. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Dass sie gegen so einen Gegner so zurückgekommen ist, das ist schon außergewöhnlich.

Louis van Gaal (Trainer Bayern München): Wir haben heute eine große Chance vergeben, weil alle unsere Konkurrenten außer Hannover verloren haben. Wenn man die erste Halbzeit so souverän spielt wie wir, ist es unglaublich, dass wir wieder, und zwar schon zum vierten oder fünften Mal, ein Spiel weggeben. Nach dem 3:2 haben wir alles versucht, aber da war es zu spät.


1. FSV Mainz 05 - Werder Bremen 1:1 (1:0)

Thomas Tuchel (1. FSV Mainz 05): Wir haben extrem viel Aufwand betrieben, um uns viele, viele Chancen herauszuspielen. Das Gegentor in der letzten Sekunde fühlt sich deshalb umso bitterer an. Trotzdem können wir stolz sein auf unsere Leistung.

Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen): Die Mannschaft hat sich mit Kampf und Bereitschaft gegen die Niederlage gestemmt. Es gibt aber weiterhin noch viel zu verbessern. Aufgrund unseres Treffers kurz vor Schluss ist der Punkt für uns ein Erfolgserlebnis. Es war ein kleiner Schritt, aber wir brauchen noch viel mehr davon.


1. FC Nürnberg - Bayer 04 Leverkusen 1:0 (0:0)

Dieter Hecking (Trainer 1. FC Nürnberg): Es war das erwartet enge Spiel. Die Leverkusener haben nicht zu dem Spiel gefunden, das sie auszeichnet, und das lag sicherlich auch an uns. Ich bin sehr, sehr froh, dass wir das Spiel 1:0 gewonnen haben und es wieder geschafft haben, einer Mannschaft von oben den Zahn zu ziehen.

Jupp Heynckes (Trainer Bayer Leverkusen): Die Niederlage hat sicherlich damit zu tun, dass Nürnberg rustikalen, sehr körperbetonten Fußball spielt. Und ich muss auch sagen, dass sie heute damit über das Ziel hinausgeschossen sind. Leider hat der Schiedsrichter meine Spieler nicht geschützt. Unabhängig davon haben wir heute nicht gut Fußball gespielt - aber das hat der Gegner ja auch nicht. Ich bin sehr enttäuscht von der Schiedsrichterleistung, aber auch von uns.


1899 Hoffenheim - 1. FC Kaiserslautern 3:2 (2:0)

Marco Pezzaiuoli (Trainer 1899 Hoffenheim): Die Mannschaft ist zu Beginn der ersten Halbzeit nur schwer ins Spiel gekommen. Dann haben wir aber zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht. Zu Beginn der zweiten Halbzeit sind wir gut rausgekommen. Durch zwei Gegentore haben wir Kaiserslautern dann aufgebaut. Entscheidend ist aber, dass wir wieder zurückgekommen sind.

Marco Kurz (Trainer 1. FC Kaiserslautern): Wir sind angetreten, um mit einem guten Gefühl wieder nach Hause zu fahren. Das ist uns in den ersten 25 Minuten gut gelungen. Dann haben wir dem Gegner vor den beiden Toren zu einfach die Chancen ermöglicht. Das gleiche Bild hat sich beim dritten Gegentor gezeigt. Die Niederlage macht es uns nicht einfacher.


Hannover 96 - VfL Wolfsburg 1:0 (1:0)

Mirko Slomka (Trainer Hannover 96): Es war über 90 Minuten ein Spiel auf des Messers Schneide. In der zweiten Halbzeit hatten wir ein wenig Glück, besonders beim Elfmeter. Es ist schon ein ganz besonderes Gefühl, jetzt auf die Tabelle zu schauen.

Steve McClaren (Trainer VfL Wolfsburg): Wir haben das Spiel selbst verloren, deshalb bin ich enttäuscht von diesem Resultat. Unsere neuen Spieler haben sich schon recht gut integriert. Wir haben nun mehr Konkurrenz in unserem Kader, und ich habe schon Ideen für ein neues System.


Borussia Dortmund - Schalke 04 0:0

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): Das war keine Niederlage, auch keine gefühlte. Wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Ein Grund dafür war Manuel Neuer. Damit müssen wir leben, das können wir auch. Das war ein intensives Spiel. Wir haben nicht gewonnen, das kommt vor.

Felix Magath (Trainer Schalke 04): Ich will nicht von Glück sprechen, schließlich gehört der Torhüter auch zum Spiel. Manuel Neuer war überragend. Er hat uns im Spiel gehalten. Am Anfang waren wir zu nervös und haben zuviele Chancen zugelassen.