Arne Friedrich steht für Hertha BSC wie kaum ein anderer. Der Verteidiger spielt schon seit 2002 für die Berliner. Er ist Führungsspieler und Kapitän der Mannschaft.

Im letzten Spiel gegen Stuttgart zog sich Herthas Kapitän einen leichten Muskelfaserriss zu und musste die Nationalmannschaftsreise absagen. Gegen Dortmund hofft er aber wieder dabei zu sein. Schließlich will er die Mannschaft zum elften Heimsieg in Folge führen.

Frage: Arne Friedrich, Sie haben sich im Spiel gegen den VfB Stuttgart einen Muskelfaserriss zugezogen. Wie sieht die Prognose für das Spiel gegen Dortmund aus?

Arne Friedrich: Ich kann es leider noch nicht genau sagen, da wir noch keine endgültige Aussage treffen können. Aber ich kann hoffen, denn die Möglichkeit auf einen Einsatz besteht.

Frage: Sie stehen kurz vor Ihrem 200. Bundesligaspiel. Gibt es ein besonderes Spiel unter den bisherigen 198, an das Sie sich immer erinnern werden?

Friedrich: Ja, aber leider im negativen Sinne. Das Spiel gegen Hannover am letzten Spieltag der Saison 2004/05 werde ich nie vergessen. Wir haben 0:0 gespielt und dadurch die Champions League Qualifikation verpasst. Das war ein ganz bitterer Moment! Aber natürlich habe ich auch schöne Erinnerungen.

Frage: Das letzte Spiel gegen Stuttgart war leider nicht so erfolgreich.Sie haben sich verletzt und ihr Team hat nicht so stark gespielt wie zuvor. Woran hat es in dieser Partie gehapert?

Friedrich: Ich denke, da waren viele kleine Details ausschlaggebend. Vielleicht haben wir die Dinge unterbewusst schleifen lassen. Nach der guten Presse dachten wir wohl, dass das Spiel von alleine läuft. Wir haben aber auch einfach einen ganz schlechten Tag erwischt, so etwas kommt auch vor. Die Niederlage war natürlich ganz bitter für uns. Aber wer weiß, vielleicht ist so ein Dämpfer auch mal ganz gut. Jetzt werden wir sicherlich wieder voll konzentriert in die Spiele gehen!

Frage: Am Samstag kommt Borussia Dortmund nach Berlin. Wie stark schätzen Sie den Gegner ein?

Friedrich: Das wird ein schweres Spiel, Dortmund muss man auch erst einmal schlagen. Die Mannschaft ist für alles gut! Sie spielen sehr inkonstant was die Tore angeht. Gegen Hannover hat die Mannschaft 4:4 gespielt, gegen Hoffenheim 0:0. Das macht sie so unberechenbar. Aber wir spielen zuhause und wollen an unsere tolle Heimserie anknüpfen.

Frage: Joe Simunic hat nach dem Leverkusen-Sieg den Fans gesagt, dass Ihr Team mindestens acht der verbleibenden zwölf Partien gewinnen will und dann ganz oben steht. Wie sieht Ihre Rechnung vor dem 26. Spieltag aus?

Friedrich: Soweit rechne ich nicht. Das war Joes Angelegenheit und die Fans hat seine Ankündigung sicher auch gefreut. Aber man hat in Stuttgart gesehen, dass man sich nur auf eine Sache fokussieren darf. Und das ist jetzt das nächste Spiel gegen Borussia Dortmund.