Wieder lag der FC Bayern zurück - und wieder mal gab es ein Comeback. Aus einem 0:1 machte der Rekordmeister gegen Hannover noch ein beeindruckendes 5:1. Konsequenz: Die Münchner sind als Tabellenzweiter wieder mittendrin im Titelrennen.

Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann spricht über den Erfolg gegen 96, Lukas Podolski und frühe Gegentore.

Frage: Jürgen Klinsmann, wie erleichtert sind Sie nach dem 5:1-Erfolg gegen Hannover 96?

Jürgen Klinsmann: Die Stimmung ist bestens. Wir wussten, dass wir nachziehen mussten. Das ist rundum gelungen. Die Mannschaft hat nach dem symptomatischen Gegentor die Ruhe bewahrt und ein Tor nach dem anderen herbeigezwungen. Das Ergebnis ist auch in dieser Höhe verdient, und die Mannschaft ist mit einem Kompliment nach Hause gefahren.

Frage: Wie sehen Sie jetzt die Situation in der Bundesliga?

Klinsmann: Natürlich ist der Blick auf die Tabelle jetzt wieder angenehmer. Aber es gibt noch einiges zu arbeiten in den nächsten Wochen. Es ist sehr wichtig, dass wir jetzt nachlegen. Wir haben in der Bundesliga die Pflicht, Meister zu werden und die Champions League zu garantieren. Die Herthaner sind vorn weg und müssen eingeholt werden. Da lassen wir nicht locker.

Frage: Was hat der Mannschaft bis zum Sieg in Hannover gefehlt?

Klinsmann: Wir waren einfach fahrlässig. Aber die Mannschaft hat den Moment erkannt, wo wir angreifen müssen. Wir sind aber noch nicht da, wo wir hinwollen. Fortsetzung folgt.

Frage: Wie beurteilen Sie die Leistung von Lukas Podolski?

Klinsmann: Es hat mich gefreut, dass Lukas ein Tor gemacht hat. Er hat aber auch Freistöße herausgeholt und war im Passspiel involviert. Aber auch Miroslav Klose hat sein Tor gemacht, das ist die beste Medizin für den Sturm.

Frage: Bliebe nur noch das Dauerproblem mit den frühen Gegentoren in München...

Klinsmann: Jeder Trainer würde natürlich lieber zu Null spielen. Aber das spielt keine Rolle, so lange wir gewinnen. Wir müssen nach vorn schauen. Es sind noch elf Spiele und 33 Punkte zu holen. Wir müssen Deutscher Meister werden.