Wilhelmshaven - Fast zwei Jahre lang plagte sich Ioannis Amanatidis mit schweren Knieverletzungen herum und kam deshalb nur sporadisch zum Einsatz. Mehrfach wurde der Stürmer von Eintracht Frankfurt operiert. Seit Saisonbeginn ist der Grieche wieder schmerzfrei und auf dem Weg zu alter Form.

Im Pokalspiel beim SV Wilhelmshaven durfte er sich nach einer Durststrecke von elf Monaten wieder über einen Pflichtspieltreffer freuen. Beim 4:0 besorgte er die Führung für die Hessen. "Das war eine Genugtuung", sagte Amanatidis nach dem Schlusspfiff.

Mit bundesliga.de spricht der 28-Jährige über seinen Gesundheitszustand, seinen möglichen Sturmpartner und den Saisonauftakt in Hannover.

bundesliga.de: Herr Amanatidis, wie geht es Ihrem rechten Knie?

Ioannis Amanatidis: Das Knie fühlt sich sehr gut an und hält den Belastungen wieder stand.

bundesliga.de: Sie waren, mit kleinen Ausnahmen, fast zwei Jahre verletzt. Sind Sie schon wieder ganz der Alte?

Amanatidis: Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder auf dem Weg zu meiner alten Form bin. Es fehlt mir vielleicht noch ein bisschen an der Spritzigkeit. Aber es geht schon wieder ganz gut.

bundesliga.de: Im Pokal in Wilhelmshaven haben Sie ihr erstes Pflichtspieltor seit fast einem Jahr erzielt. Was war das für ein Gefühl?

Amanatidis: Dass ich nach so einer langen Zeit wieder getroffen habe, ist natürlich eine Genugtuung. Aber ich habe immer gesagt, dass ich meine Leistung bringe und meine Tore schieße, wenn ich gesund bin. Und dann wird die Mannschaft auch Spaß daran haben.

bundesliga.de: Sie haben im Angriff zusammen mit Halil Altintop gespielt. Haben die Eintracht-Fans da schon das neue Sturm-Duo gesehen?

Amanatidis: Das war schon ganz okay. Wir haben uns im Laufe des Spiels gefunden. Aber es ist noch alles eng beieinander und am Ende wird der Trainer entscheiden, wer spielt.

bundesliga.de: Welche Lehren nehmen Sie aus dem Pokalspiel mit in den Bundesliga-Auftakt bei Hannover 96?

Amanatidis: Wir dürfen keinen Gegner unterschätzen und müssen uns darauf konzentrieren, dass wir unser Spiel durchziehen. Gegen einen Regionalligisten haben 90 Prozent gereicht.

bundesliga.de: Gegen Hannover reichen die aber wohl nicht. Was müssen Sie bis zum Saisonstart noch besser machen?

Amanatidis: In der Bundesliga reichen 90 Prozent nie. Da darf man sich nicht gehen lassen, sonst kommt man unter die Räder. Aber die letzten Prozent sind nur noch Einstellungssache. Daran müssen wir arbeiten.

Michael Reis