Stuttgart - Serdar Tasci stand bei der 1:3-Niederlage des VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund erstmals in dieser Saison in der Startelf der Schwaben und zeigte eine überzeugende Vorstellung.

Im Interview mit bundesliga.de spricht der Nationalspieler über sein Comeback auf dem Platz, seinen Fitnesszustand und über seine ausgebliebene Berufung für das DFB-Team.

bundesliga.de: Herr Tasci, woran hat es gelegen, dass die Stuttgarter so deutlich gegen Borussia Dortmund verloren haben?

Serdar Tasci:: Wir hatten große Abstimmungsprobleme in allen Mannschaftsteilen. Das fing hinten an und hörte vorne auf. Die Enttäuschung ist natürlich groß.

bundesliga.de: Sie haben heute erstmals in dieser Saison mit ihrem Mannschaftskollegen Georg Niedermeier zusammengespielt. Hat das Probleme bereitet?

Tasci: Es ist natürlich nicht leicht, weil die Automatismen zum jetzigen Zeitpunkt der Saison noch teilweise fehlen. Deshalb ist wichtig, sich jetzt während der Länderspielpause in den nächsten beiden Wochen einzuspielen. Dann wird es auch schnell besser werden.

bundesliga.de: Das nächste Spiel ist auswärts in Freiburg...

Tasci: Trotz der beiden Niederlagen zum Auftakt können wir mit drei Punkten zurück nach Stuttgart kommen.

bundesliga.de: Welchen Partner hätten sie hinten denn am liebsten an ihrer Seite? Georg Niedermeier wie in der ersten Hälfte gegen Dortmund, oder doch lieber einen anderen?

Tasci: Grundsätzlich denke ich, dass wir vier gute Innenverteidiger im Kader haben. Der Trainer Christian Gross wird entscheiden wer aufläuft und so machen wir das dann.

bundesliga.de: Bei Ihnen hieß es zuletzt, Sie hätten körperlich noch aufzuholen. Gehen Sie davon aus, dass sie gegen Freiburg wieder auf dem Platz stehen?

Tasci: Ich habe in den letzten Wochen gut trainiert, jetzt habe ich noch einmal zwei Wochen Zeit. Das dürfte reichen, um komplett fit zu werden.

bundesliga.de: Wie groß ist denn bei Ihnen die Enttäuschung bei den anstehenden Länderspielen nicht im Kader von Bundestrainer Joachim Löw zu stehen?

Tasci: Das ist natürlich schade. Aber eine Berufung ist auch eine Belohnung und da ich zuletzt nicht gespielt habe, hat es diesmal eben nicht gereicht. Der Bundestrainer hat mir erklärt, dass es mir an der nötigen Spielpraxis fehlt und das kann ich absolut nachvollziehen.

Das Interview führte Jens Fischer