Nach dem Klassenerhalt und dem Abschied von Chefcoach Hans Meyer beginnt bei Borussia Mönchengladbach die Planung für die neue Saison. Im Fokus steht für Sportdirektor Max Eberl dabei die Suche nach einem geeingeten neuen Trainer, die weitere Zusammenarbeit mit Marko Marin und vor allem: Kontinuität.

Der mögliche neue Trainer und das Anforderungsprofil an ihn beschrieb Eberl so: "Er muss loyal sein, seine eigene Persönlichkeit mitbringen, aber auch ein Teamplayer sein. Seine Philosophie sollte mit unserer kompatibel sein, der neue Trainer muss einfach zu uns passen und unseren eingeschlagenen Weg weiterführen wollen."

Deutliche Vorstellungen, wenige Gespräche

Zu Namen oder der Größe des Kandidatenkreises wollte sich der VfL-Sportdirektor nicht äußern, aber die Vorstellungen seien deutlich, und es werde nicht allzu viele Gespräche geben. "Er muss den deutschen Fußball kennen", sagte Eberl, der natürlich zeitnah einen neuen Cheftrainer vorstellen möchte, ohne "etwas übers Knie zu brechen."

Die Gespräche mit weiteren Neuzugängen für den Spielerkader der Saison 09/10 laufen zwar weiter, doch Eberl will den neuen Trainer in diese Planungen mit einbeziehen. Alleine deswegen wird die Suche nach dem neuen Coach vorangetrieben.

Guter Rat von Meyer

Die sportliche Leitung Borussias hat klare Vorstellungen - auch personelle - wie es weitergehen soll. "Die Eckpfeiler, die wir für die Zukunft verpflichten möchten, kommen noch. Aber jetzt steht die Trainersuche im Vordergrund, und mit dem neuen Mann werden wir die Planungen vorantreiben."

Hans Meyer steht dabei als Freund und Ratgeber zur Seite, "er kennt die Mannschaft am allerbesten", sagte Eberl, der natürlich auch noch ein Wort zu Marko Marin und dessen Wechselgelüsten zu Werder Bremen sagen musste.

"Keine Basis für Marin-Transfer"

"Wir wollen Marko nicht ziehen lassen. Mein Kollege Klaus Allofs war hier bei uns, wir haben uns über Marko unterhalten, aber nach dem Gespräch hat sich unsere Meinung nicht geändert. Derzeit ist keine Basis für einen Transfer gegeben."

Neben all den personellen Detailfragen, hat der Sportdirektor aber auch ein umfassenderes Ziel: "Die Leute halten mich ja für verrückt, wenn ich das sage: Aber wir müssen endlich eine Kontinuität finden, einen Weg und einen Plan verfolgen, mit dem wir uns über Jahre hinweg identifizieren können. Trainer genug hatten wir, alles unterschiedliche Typen, jetzt muss der Verein den Rahmen vorgeben und der Trainer muss daraus eine Spielkultur entwickeln. Das ist wie bei Werder Bremen ein Prozess über Jahre hinweg, das muss unser Vorbild sein."