München - Wiesn-Zeit ist Bayern-Zeit! Sobald in München zum Oktoberfest das Weißbier fließt, spielt der FC Bayern München vor allem daheim besonders stark - so zumindest die landläufige Meinung.

Doch keine Sorge SC Paderborn 07 und Hannover 96, denn das Gegenteil ist der Fall: Während der Wiesn sind die Aussichten auf Erfolge beim FC Bayern statistisch gesehen sogar ein bisschen größer. Wenn das wilde Oktoberfest die bayrische Landeshauptstadt nicht fest im Griff hat, gewinnt der Rekordmeister mehr Heimspiele, verliert seltener, schießt mehr Treffer und kassiert weniger Tore (siehe Tabelle).

Gebürtige Münchner treffen besonders gerne

Zugegeben, 10 Prozent Niederlagen zur Wiesn-Zeit sind nicht wesentlich mehr als 9 Prozent im Rest des Jahres, aber wer zum FC Bayern fährt, freut sich bekanntlich über jeden noch so kleinen Hoffnungsschimmer. Den höchsten Erfolg während der Oktoberfest-Wochen feierten die Bayern 1977 gegen den FC Schalke 04. Damals hieß es am Ende 7:1.

Aufpassen sollten die Paderborner und Hannoveraner Abwehrspieler allerdings auf die gebürtigen Münchner im Team von Pep Guardiola. Die trafen in den letzten Jahren während des Oktoberfestes nämlich besonders gerne: In den 16 Wiesn-Heimspielen der letzten fünf Spielzeiten gelangen den Münchnern, bei denen Thomas Müller, Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger alle Partien bestritten, 25 Treffer. Sieben davon (28 Prozent) erzielten die drei Ur-Münchner.

Erfolgreichster Wiesn-Torjäger ist übrigens - natürlich - Gerd Müller. Der „Bomber“ traf insgesamt 21 Mal. Dahinter folgen Uli Hoeneß (13) und Karl-Heinz Rummenigge (11).

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