Bei Borussia Mönchengladbach sind einige Personalfragen noch offen. Gründe hierfür sind Verletzungspausen und die kürzlichen Länderspieleinsätze. Logan Bailly spielt zwar wieder, aber am Wochenende noch nicht in der Bundesliga. Ob das Juan Arango tun wird, ist derzeit noch offen.

"Logan ist auf einem sehr guten Weg, er hat einige Trainingseinheiten mitgemacht und wird morgen bei unserer Zweiten Mannschaft im Tor stehen", sagte VfL-Trainer Michael Frontzeck am Donnerstag.

Damit feiert der Belgier in der Regionalliga gegen den SV Verl sein Comeback, auf das Filip Daems und Jan-Ingwer Callsen-Bracker noch warten müssen.

Nationalspieler kehren zurück

Rechnen darf Frontzeck mit den Nationalspielern, die ihre recht erfolgreichen Länderspielreisen unverletzt überstanden haben. Ob sie aber im ausverkauften Nürnberger-Stadion mit um die drei Punkte kämpfen werden? Gal Alberman war zuletzt nicht im Kader, und Michael Bradley und Juan Arango reisen sehr spät zum Spiel an.

"Er hat viel Erfahrung mit Länderspielreisen und den möglichen Folgen. Ich werde mich mit ihm unterhalten, aber ich werde auch im Hinblick auf die demnächst anstehende englische Woche sehr behutsam mit der Entscheidung umgehen", kündigte der VfL-Coach an.

Chance für Marco Reus?

Der Venezolaner hat erst in der Nacht auf Donnerstag für sein Land gespielt und dürfte nach der langen Flugreise entsprechend müde zum Spiel kommen. Sollte er nicht zum Aufgebot gehören, könnte das für Marco Reus die Chance sein, von Beginn an aufzulaufen. Frontzeck: "Ich bin mit der Entwicklung Marcos sehr zufrieden. Aber er ist nur eine Option von vielen."

Nürnberg habe in Stuttgart sehr stark gespielt, merkte der Trainer noch an. Ob der FCN aber die gleiche taktische Marschrichtung, also auf Konter lauernd, gegen Borussia wählt? "Sie stehen nach zwei Niederlagen unter Druck. Ob sie vor ausverkauftem Haus in der Defensive auf uns warten - das weiß ich nicht", erklärte Frontzeck. Was er damit wohl sagen will: Er weiß es eigentlich schon, kann sich aber im Grunde nicht vorstellen, dass es so kommt.

"Vom System nicht abweichen"

Der Coach möchte von seinem System ohnehin nicht abweichen, der Gegner soll sich nach der Borussia richten und nicht umgekehrt. "Wir müssen unser Spiel spielen. Der Fußball ist momentan generell darauf ausgerichtet, hinten sicher und kompakt zu stehen und auf Konter zu warten. Wir haben die Spieler dafür."

Vor der Länderspielpause hatte der Coach angekündigt, an der einen oder anderen Schwachstelle zu arbeiten. Auch wenn das durch die Abstellungen der Nationalspieler sicher nicht einfach war, ist Frontzeck mit der Arbeit der Mannschaft zufrieden. Die Laktat- und Sprinttests haben ein erfreuliches Ergebnis zutage gebracht. In Nürnberg werden die Borussenfans am Samstag um 15.30 Uhr sehen, was das wert ist.