Werder Bremen pirscht sich durch den Sieg gegen den 1. FC Köön an die Spitzengruppe heran. Der FC Bayern verspielt in Gladbach erneut eine klare Führung, Leverkusen festigt seinen Platz an der Spitze. Hoffenheim wehrt sich mit Toren gegen bissige "Wölfe", Cottbus befreit sich gegen den KSC. bundesliga.de hat die Reaktionen zum 13. Spieltag.

Werder Bremen - 1. FC Köln 3:1

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Ob Arbeitssieg oder schön herausgespielt, ist egal. Wichtig ist, dass wir die Punkte geholt haben. Wir waren aktiv und haben versucht, den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Das ist uns auch gelungen. Es war ein wunderschönes Tor von Hugo Almeida, das kein Torwart halten kann.

Trainer Christoph Daum (1. FC Köln): Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten gespielt. Aus dem Spiel heraus hatte Bremen zunächst kein Tor erzielt. Das erste Tor war ein Elfmeter, das zweite fiel nach einer Ecke. In der Halbzeit hatte ich die Mannschaft neu eingestellt. Wir hatten dann das Anschlusstor gemacht, aber Bremen hat mit einem Glücksschuss das 3:1 gemacht. Am Ende haben wir alles versucht, aber es hat nicht gereicht.

Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt 4:0

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Das 4:0 geht in Ordnung, weil wir uns unter anderem bei den Standards gut verhalten haben. In der ersten Halbzeit hatte Frankfurt keine gute Chance. Anschließend war es natürlich angenehm, mit einem 3:0 in die zweite Hälfte zu gehen. Den Sieg haben sich die Jungs hoch verdient.

Trainer Friedhelm Funkel (Eintracht Frankfurt): Das hatten wir uns natürlich anders vorgestellt. Wenn man so früh in deutlichen Rückstand gerät, ist es natürlich nicht leicht, gerade auswärts, das Spiel zu drehen oder noch ein Remis zu erreichen. Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf. Sie hatte auch die eine oder andere Chance.

Borussia Mönchengladbach - Bayern München 2:2

Trainer Hans Meyer (Borussia Mönchengladbach): Bis zum 0:1 war es uns ganz gut gelungen, die Bayern zu neutralisieren. Danach haben sie aber bis zur Halbzeit unsere Schwächen ausgenutzt, zum Glück nur spielerisch und ohne uns den Gnadenstoß zu versetzen. Wenn man dann 0:2 hinten liegt, sagt man normalerweise: Das war's. Zum Glück ist dann sehr zeitig dieses 1:2 gefallen, und dann weiß man, was noch passieren kann.

Trainer Jürgen Klinsmann (Bayern München): Aus unserer Perspektive ist es sehr, sehr ärgerlich, dass wir hier am Ende noch zwei Gegentore zugelassen haben und nur mit einem Punkt nach Hause fahren. Aber ändern können wir das jetzt nicht mehr. Eigentlich wollten wir keinen größeren Rückstand zur Tabellenspitze zulassen, leider ist uns das nicht gelungen. Das müssen wir jetzt wieder korrigieren.

Energie Cottbus - Karlsruher SC 1:0

Trainer Bojan Prasnikar (Energie Cottbus): Das Spiel war unheimlich schwer, aber jetzt haben wir die Kurve gekriegt. Jelic hat gezeigt, dass er ein Strafraum-Stürmer ist. Jetzt haben wir eine ganz andere Situation. Der Sieg war sehr gut für unser Selbstvertrauen.

Trainer Edmund Becker (Karlsruher SC): Wir haben nicht von der Unsicherheit von Cottbus profitieren können. Es wird schwer, aus dieser misslichen Situation herauszukommen, wenn wir so die Punkte herschenken. Das tut schon sehr, sehr weh, dass wir mit leeren Händen nach Hause fahren. Das ist sehr frustrierend.

VfB Stuttgart - Arminia Bielefeld 0:0

Trainer Armin Veh (VfB Stuttgart): Ich bin unzufrieden. In der ersten Halbzeit haben wir wenig Laufbereitschaft gezeigt, waren nicht aggressiv genug und haben auch die zweiten Bälle nicht gewonnen. Wir haben es dem Gegner zu einfach gemacht. Auch in der zweiten Halbzeit hat die spielerische Linie gefehlt. In Wolfsburg müssen wir es jetzt besser machen und dort geduldiger sowie einfacher spielen.

Trainer Michael Frontzeck (Arminia Bielefeld): Am Ende muss man immer Angst haben, dass noch einer reinrutscht - aber das ist Gott sei Dank nicht passiert. Die Mannschaft hat ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht und hatte drei hundertprozentige Torchancen. Jeder hat gesehen, dass die Mannschaft absolut intakt ist, wir nehmen das Gute mit und arbeiten an den Schwächen.

Hertha BSC Berlin - Hamburger SV 2:1

Trainer Lucien Favre (Hertha BSC Berlin): Mit der ersten Halbzeit kann ich nicht zufrieden sein, die haben wir komplett verschlafen. Wir mussten reagieren und sind in der zweiten Halbzeit viel besser in die Zweikämpfe gegangen. Die Spieler haben Charakter gezeigt und am Ende einen wichtigen Sieg erzielt.

Trainer Martin Jol (Hamburger SV): Das ist eine ganz bittere Niederlage, weil wir in der ersten Halbzeit so überlegen waren. Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen. Als der Linienrichter vor dem Gegentor die Fahne gehoben hat, habe ich gedacht, das Spiel sei unterbrochen, war es aber leider nicht. Am Ende hat der Schiedsrichter nur zwei Minuten nachspielen lassen, obwohl es so viele Auswechslungen gab. Das war nicht richtig.

1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg 3:2

Trainer Ralf Rangnick (1899 Hoffenheim): Der Sieg war sicher ein bisschen glücklich. Es war ein spannendes und packendes Spiel, das von beiden Seiten mit viel Engagement geführt wurde und bis zur letzten Sekunde auf Messers Schneide stand.

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): Wir haben unseren Beitrag zu einem hochinteressanten Spiel geleistet. Wir waren gute Gäste und haben uns ordentlich verkauft. Hoffenheim war aber die etwas aktivere Mannschaft und hat deshalb nicht unverdient gewonnen.

Bayer Leverkusen - Schalke 04 2:1

Trainer Bruno Labbadia (Bayer Leverkusen): Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, dass sie in diesem wichtigen Spiel nicht die Geduld verloren hat. Nach dem Platzverweis sind wir natürlich unter Druck geraten, aber besonders gefallen hat mir bei unserem Team die Bereitschaft, um jeden Ball zu kämpfen.

Trainer Fred Rutten (Schalke 04): Der Sieg für Leverkusen war verdient. Unsere Leistung in der ersten Halbzeit gehört absolut nicht zu Schalke. Ich war sehr enttäuscht. So einfach darf man es dem Gegner mit dem Toreschießen nicht machen.

Hannover 96 - VfL Bochum 1:1

Trainer Dieter Hecking (Hannover 96): Wir haben kein gutes Spiel gemacht, waren in der ersten Halbzeit viel zu passiv. Dann kamen wir besser aus der Pause und gingen in Führung. Über den Ausgleich brauchen wir nicht zu reden. Momentan kommt einfach alles zusammen.

Trainer Marcel Koller (VfL Bochum): Wir haben einfach die Tore nicht gemacht, obwohl wir auswärts so viele Chancen wie noch nie in dieser Saison herausgespielt haben. Das ist natürlich ärgerlich.