Wo es Gewinner gibt, da muss es auch Verlierer geben, und der OBM macht da keine Ausnahme. Während Spieler wie Vedad Ibisevic oder Mesut Özil ihren virtuellen Marktwert erheblich gesteigert haben, sank bei einigen Profis die Summe im Laufe der Saison.

Miroslav Klose verlor den größten Wert auf dem OBM-Transfermarkt. Heute kostet der Stürmer des FC Bayern zwar immer noch sehr stolze 7,8 Millionen Euro, doch vor dem ersten Spieltag der laufenden Saison betrug der Wert fast 8,4 Millionen: ein Preissturz um eine halbe Millionen Euro.

Ähnliches gilt für den zweiten Top-Stürmer des FC Bayern, Luca Toni. Der Italiener ist aktuell mit 8,6 Millionen Euro der teuerste Profi auf dem Transfermarkt der Angreifer. Vor Saisonbeginn mussten die OBM-Trainer sogar rund 9,1 Millionen für Toni locker machen. Also fast ein Fünftel des OBM-Gesamtetats von 45 Millionen Euro!

Angebot und Nachfrage bestimmen Preis

Wie in der Bundesliga machen auch beim OBM neben den Spielerfähigkeiten die Faktoren Angebot und Nachfrage den Preis aus: Je häufiger ein Spieler von den Usern gekauft wird, desto teurer wird er. Und umgekehrt: Wird ein Spieler oft verkauft, sinkt sein Marktwert.

Daher erklärt sich auch, dass vor allem die sehr teuren Spieler am meisten Wert verlieren. Denn ein etwaiger Verkauf von Klose brächte das Geld für zwei oder drei günstigere Spieler. Eine Überlegung, die vor allem bei Formkrisen oder längeren Verletzungen der Top-Stars wert sein könnte.

Bayern-Stars werden billiger

Profis des FC Bayern haben es in dieser Spielzeit nicht nur auf dem Rasen schwer. Auch viele OBM-User neigen dazu, sich von ihren teuren Spielern des Rekordmeisters zu trennen. So verlor Kapitän Mark van Bommel mehr als 430.000 Euro an Wert, Lucio und Breno etwa 400.000. Alle drei kosten aber noch immer mehr als sechs Millionen Euro, also eine Preissenkung auf hohem Niveau.

Selbst ein Star wie Bremens Diego bleibt vom Preisabschwung im OBM nicht verschont. Der nach Bayerns Franck Ribery teuerste Mann im Spiel rutschte von ursprünglich fast 9,4 Millionen Euro inzwischen knapp unter die Neun-Millionen-Euro-Grenze. Sicher auch der Tatsache geschuldet, dass der Brasilianer in dieser Saison nicht ganz so überragend bei Werder auftrumpft wie im Vorjahr.

Auch Wolfsburger sinken im Preis

Weitere Profis, die ebenfalls etwa 400.000 Euro an Marktwert verloren haben sind der Schalker Jefferson Farfan, Herthas Raffael, Frankfurts Martin Fenin und Dortmunds Mohamed Zidan. Der BVB-Stürmer ist mit seinem gegenwärtigen Preis von 5,1 Millionen Euro der günstigste aus dem Kreis der Spieler, deren Marktwert am stärksten gesunken ist.

Selbst die Spieler des Überraschungs-Tabellenführers VfL Wolfsburg kommen nicht ungeschoren davon. Abwehrchef Andrea Barzagli, der eine hervorragende erste Saison für den VfL spielt, konnte die User noch nicht vollends überzeugen. Der Italiener verlor knapp 400.000 virtuelle Euro an Marktwert.

Stefan Kusche