Bremen - Start mit Ziel Europa: Bundesligist Werder Bremen will nach einer verkorksten Saison wieder in gewohnte Gefilde zurückkehren.

"Es gibt in der Bundesliga zwei Möglichkeiten. Entweder man spielt gegen den Abstieg oder um Europa. Wir wollen Letzteres", machte Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs beim Trainingsauftakt der Norddeutschen am Mittwoch unmissverständlich klar.

"Wir wollen ein Gebilde bauen, das miteinander harmoniert"

Zu genaueren Prognosen wollte sich Allofs aber ebenso wenig verleiten lassen wie Trainer Thomas Schaaf, der vielmehr das Augenmerk auf eine intensive Vorbereitung legen will. "Letzte Saison hat eine ganze Menge nicht funktioniert. Mit Leichtigkeit im Spiel ist eine Menge Arbeit verbunden. Wir wollen ein Gebilde bauen, das miteinander harmoniert", sagte Schaaf, der bereits seit 1999 die Verantwortung bei Werder trägt.

Bisher haben die Bremer Mehmet Ekici (1. FC Nürnberg), Lukas Schmitz (Schalke) und Nachwuchstalent Tom Trybull (Hansa Rostock) verpflichtet, die sich am Mittwoch den Fans erstmals präsentierten. Zudem fand sich zum Laktattest, den insgesamt 23 Profis absolvierten, auch der zuletzt zu Racing Santander ausgeliehene Stürmer Markus Rosenberg ein.

Abwehr zuletzt wacklig

Gesucht wird nun noch ein Innenverteidiger. Gerade im Abwehrzentrum besteht bei Werder, das in der vergangenen Spielzeit lange gegen den Abstieg spielte, derzeit Bedarf, da eine Rückkehr der verletzten Per Mertesacker (Ferse) und Naldo (Knie) noch nicht absehbar ist.

Es gebe aber "positive Tendenzen", sagte Schaaf. Verletzt ist auch Torjäger Claudio Pizarro. Der Peruaner wird nach einem Innenbandriss im rechten Knie, den er sich in einem Trainingsspiel mit der Nationalmannschaft zuzog, am 10. Juli zum Aufbautraining in Bremen erwartet.

Ekici will "um die europäischen Plätze mitspielen"

Große Hoffnungen weckt bei Werder Neuzugang Ekici, der zuletzt von Bayern München zum "Club" ausgeliehen war. Es gibt schon erste Vergleiche mit Ex-Spielmacher Mesut Özil, der inzwischen bei Real Madrid unter Vertrag steht. Auch Allofs sieht den 21-Jährigen Deutsch-Türken "schon weiter als Özil, als er damals kam".

Ekici will daran aber "nicht denken". Für ihn sei Bremen "sportlich der nächste Schritt. Ich möchte mit der Mannschaft erfolgreich sein und um die europäischen Plätze mitspielen".